Oft kommt es vor, dass Kinder Angst vor dem Zahnarzt oder vor dem Bohren haben. Kindern kann man sehr leicht und nachhaltig mit kleinen hypnotischen Übungen beibringen, mit solchen Problemen kreativ und effektiv umzugehen. Ein Einstieg kann sein, wenn man weiß, dass das Kind kitzlig ist. Das hört sich seltsam an, aber ich komme gleich zur Sache:
Zum allgemeinen Vergnügen wird trainiert, dass das Kind immer mehr Kontrolle über sich selbst bekommt, auch wenn es von jemand anderem gekitzelt wird, bis das Kind schließlich tatsächlich in der Lage ist, das Kitzeln völlig auszublenden. Wenn dieses Kind die Übung mit Sicherheit beherrscht, muss man es ihm bewusst machen, indem man es darauf hinweist (z.B. sagt: „Schau mal, was du kannst: Ich kann dich kitzeln und du kannst das völlig wegdenken. Das ist eine große Leistung, die nicht jeder kann, aber du kannst es! Und das schöne ist, das kannst du jetzt auf Alles anwenden, nicht nur aufs Kitzeln. Nämlich, wenn du das nächste Mal zum Zahnarzt gehst, kannst du dich ganz wohl und sicher fühlen und, wenn er bohrt, kannst du das Gefühl vom Bohren einfach wegdenken und an etwas Schönes denken!“).
Wenn das Kind dann tatsächlich zum Zahnarzt geht, ist es natürlich sinnvoll, das Kind an seine Fähigkeiten kurz vorher zu erinnern, damit es selber ganz interessiert an dem Erfolg ist.
Sollte Ihr Kind nicht kitzlig sein, brauchen Sie einen anderen Einstieg. Hier können Sie zum Beispiel mit dem Kind den Gedanken und die Vorstellung eintrainieren, alle Gefühle aus einer Hand oder einem Fuß heraus zu nehmen bzw. zurückzuziehen. Ist das gelungen, kann man wie oben beschrieben weiter verfahren.
Ich freue mich hierzu über jede Mitteilung!
PS: Es gibt eine Gesellschaft für zahnärztliche Hypnose, die diese Wirkung auch gerne nutzt. Siehe hierzu
http://www.dgzh.de/