Archiv für: April 2007, 27

27.04.07

Negative (Dauer-)Belastungen schaden dem Gehirn

Jonathan Lehrer schreibt in der Zeitschrift „SEED“ (Ausgabe Feb./März 2006) von Forschungsergebnissen der Psychologieprofessorin Elisabeth Gould, Universität Princeton, aus denen hervorgeht, dass Gehirnmechanismen direkt Umwelteinflüssen unterliegen. Demnach sei festgestellt worden, dass die Struktur und die Dichte von Gehirnen (bei Primaten und Ratten) absolut davon abhängig sei, ob die Umwelt förderlich oder belastend ist. So konnte nachgewiesen werden, dass bei Dauerstress das Gehirn verkümmert, keine neuen Zellen mehr bildet und sich mehr und mehr nach innen richtet. Selbstverständlich habe all dies auch entsprechende, weitere, umfassende Begleiterscheinungen und Spätfolgen. Und weiter: Förderliche, positive Umwelteinflüsse können, sofern nicht zu spät eingesetzt, negative Gehirnentwicklungen zumindest teilweise wieder aufheben (diese Ergebnisse scheinen auf den Menschen analog anwendbar zu sein; Anmerk.des Verf.).

Anknüpfend an meinen ersten Text unter der Rubrik „Neues Können“, möchte ich nochmals auf unser Bildungssystem und das uns antrainierte, falsche Leistungsdenken hinweisen! Leistung kann besser, effektiver und für alle gesünder erbracht werden. Hier verursacht eine ganze Nation selbst und „freiwillig“ eine Überlastung und möglicherweise auch Schädigung von Generationen - Menschen, die später möglicherweise wichtige Entscheidungen für die Zukunft auch anderer Menschen treffen müssen! Inzwischen habe ich, was ich nicht für möglich gehalten habe, einige junge Menschen kennen gelernt, die Herz /Kreislaufbeschwerden haben, sich „ausgebrannt“ fühlen oder bei den einfachsten nervlichen Belastungen zur Tablette greifen müssen, weil sie es sonst nicht schaffen. Solche Entwicklungen dienen niemandem und sind, spätestens seit obigen Forschungsergebnissen, nicht mehr entschuldbar.

Richtig Essen aus hypnotischer Sicht

Essen dient nicht einfach nur der Sättigung, sondern hat das Ziel, dem Körper Energie zuzuführen und geistig-seelische Frische zu ermöglichen. Deshalb sehe ich ein paar Bedingungen, die erfüllt sein müssen, um optimal essen zu können:

1. Das Getränk sollte nach Möglichkeit nur stilles Wasser sein (evtl. Leitungswasser).

2. Alle „Waffen“ werden abgelegt, die das Essen stören können (Mobiltelefon, Uhr etc.) sowie alle Geräte werden abstellen, die in der Nähe sind (TV, Computer etc.).

3. Einen Wecker oder Ähnliches stellen, der bei Ende der Essenspause klingelt, oder eine Person zum Erinnern beauftragen.

4. Allmählich ausrichten auf die eigenen Körperempfindungen und nach innen die Frage stellen, welche Nahrung die geeignete für das oben genannte Ziel ist. Auch auf eine ehrliche Antwort warten.

5. Sich im Klaren sein, dass die Pause sehr wichtig ist und einem zusteht.

6. Während des Essens absolutes Schweigen.

7. Mit allen Sinnen essen.

8. Viel Zeit lassen (min. 30 Minuten) und mit positiven Gedanken begleiten („Nahrung wird mir gut tun, leicht verdaulich sein, Energie spenden“ etc.).

9. Genießen.

10. Möglichst immer zu gleichen Tageszeiten essen.

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