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Hypnose Blog |
Für die Antwort möchte ich ein wenig ausholen: Zuerst muss gesagt werden, dass Zeit an sich Quantität hat (Tage, Stunden, …) und bestimmte Abschnitte eine ganz bestimmte Dauer haben. Dann gibt es noch die Qualität der Zeit. Qualität heißt, für bestimmte Handlungen muss die Zeit “richtig“ sein. So ist es beispielsweise ratsam, Beileidsbekundungen erst dann zu äußern, nachdem jemand gestorben ist und Schmerztabletten erst dann zu nehmen, wenn tatsächlich Schmerzen aufgetaucht sind. Eine andere Rolle beim Thema Zeit spielt die persönliche Wahrnehmung. 1948 veröffentlichte Lynn F. Cooper einen Artikel über die unterschiedliche Wahrnehmung des Zeitablaufs verschiedener Menschen, dem später verschiedene Arbeiten von Milton H. Erickson und seiner Frau Elisabeth folgten. Darin wird festgestellt und bewiesen, dass die Zeit durch die persönlich gebundene Wahrnehmung variabel ist. Das bedeutet, wer sich unter Zeit-Stress fühlt, braucht “nur“ die Wahrnehmung der Zeit verändern. Ganz einfach!
Ganz einfach? Mehr beim nächsten Mal.
Spätestens die Quantenphysik beweist, dass Materie überwiegend aus Nichts (Vakuum) besteht. Subatomare Teilchen erwecken durch Bewegung den Eindruck von greifbaren, festen Körpern. Durch die Annahme dieser Illusion erschafft der Mensch seit Tausenden von Jahren seine "Wirklichkeit".
Deshalb hat die materielle Wirklichkeit für die Menschen einen nahezu unvergleichlich hohen Stellenwert. Dies führt zwangsläufig dazu, dass wir von der Dringlichkeit der Welt absolut überzeugt und fasziniert, ja hypnotisiert sind. Deshalb wirkt Materie beim Menschen auch wie eine selbst erfüllende Prophezeiung: Sie beweist sich selbst durch ihr greifbares Dasein!
Dass dies "falsch" gedacht wird, können Durchschnittsmenschen, wie du und ich, im Größeren (bisher) nicht beweisen, aber im Kleinen wird dies immer wieder bewiesen! Bestes Beispiel: In den letzten Jahren entwickelt sich immer mehr wissenschaftliches Interesse am Placebo. Man weiß inzwischen sicher, dass Wirkstoff freie Tabletten, mit entsprechenden Erläuterungen verabreicht, ursprünglich unerklärlich hohe Wirkungen in spezieller Weise haben können. Der Tablettenkonsument weiß allerdings: "Ich habe ja wirklich eine Tablette runter geschluckt" und geht danach in eine innere, abwartende Position. Damit ist schon mal "Wirkung" möglich und wird auch eintreffen. Umgekehrt kann die stärkste Tablette mehr oder weniger schwach oder gar nicht wirken, wenn man den einnehmenden Menschen die Grundüberzeugung vermittelt, dass keine Tablette mehr helfen kann. Diese Hoffnungslosigkeit kann auch in jedem anderen Bereich Ursache für eine belastete Lebensführung sein, wie etwa ständige Partnerschaftsprobleme, Karrierenschwierigkeiten oder immerwährendes “Pech“ im Leben.
Es lohnt sich also, die eigene Einstellung bzw. den Glauben zum Leben zu überprüfen und ggf. zu korrigieren, ganz nach dem bekannten Muster: “Dein eigener Glaube macht dich zum Sieger und Schöpfer deines Universums (oder zum Opfer deiner eigenen Welt)!"
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