Archiv für: 2008

25.12.08

Weihnachtsgrüße

Allen Leserinnen und Lesern meines Blogs ein frohes und erholsames Weihnachtsfest und die besten Wünsche für das neue Jahr, und zwar von Herzen! Wünschen und erwarten Sie „das Beste“, dann kann es nur gut werden! Und falls Sie einen leckeren Braten haben sollten, denken Sie an Wilhelm Busch, der gesagt haben soll: „Wer einen guten Braten macht, hat auch ein gutes Herz!“

In diesem Sinne herzlichst
Ihr  Gerd J. Dürhager


PS: Haben Sie bisher Themen vermisst, über die ich schreiben sollte? Sagen Sie es mir einfach mithilfe eines Kommentars!




Erkenntnis des Tages

Vergleicht man die Reihenfolge der Prioritäten bei erfolgreichen und erfolglosen Menschen miteinander, stellt man meist fest, dass sie erheblich von einander abweichen. Wo liegt der Unterschied? Wer was rausfindet, darf es gerne mitteilen!

02.12.08

Pessimist vs. Optimist

Für mich ist Hypnose im Grunde Bewusstseinsarbeit. Deshalb ist es auch wichtig, durch Selbstbeobachtung festzustellen, was man selber für ein Mensch ist, welche automatischen Programme in einem ablaufen und welche stereotypischen Reaktionen man zeigt. Aus diesem Grund möchte ich auch weiterhin auf die persönliche Bewusstseinseinstellung aufmerksam machen, wie z.B. durch diese Buchempfehlung:

In seinem Buch „Sporthypnose - Eine neue Stufe des mentalen Trainings“ führt Donald R. Liggett die sehr interessante Unterscheidung von Optimisten und Pessimisten am Beispiel des Sports durch: „[...] Ein Optimist schreibt Erfolgen guten Faktoren zu, die permament, verallgemeinernd und persönlich sind. [...] Hingegen sieht ein Pessimist Misserfolge als durch persönliche, dauerhafte und allgemeingültige Faktoren verursacht.“

Er verdeutlicht diese Worte mit Beispielen: „So erwartet ein optimistischer Sportler Erfolg und schreibt ihn [...] einer freundlichen, kooperativen Welt und seinen persönlichen Bemühungen zu." - Beispiel: „Ich habe hart gearbeitet, und meine Coachs und Teamkameraden haben mich sehr unterstützt.“ Dagegen sagt sich der Pessimist: „Ich schaffe es einfach nie, bei einem Laufwettbewerb gut abzuschneiden.“ Ein Optimist würde zu unvermeidlichem Versagen meinen, dass hier und jetzt z.B. der Zustand der Laufbahn seinen Erfolg verhindert hat oder ein anderer vorübergehender Umstand ursächlich war.

28.11.08

Bananen-Hypnose

Wie man mir sagte, ist es für jemanden, der am allerliebsten Bananen isst, das Größte überhaupt, eine leckere Banane mit viel Zeit zu essen - in Zeitlupe. So eine Bananen-Zeit lässt dann alles andere vergessen und der reine Genuss bei höchster Konzentration nimmt alles in Beschlag. Gratulation! Bananen-Hypnose! (Der Vollständigkeit halber muss hier eingeräumt werden, dass es auch Schoko-Hypnose, Fruchtgummi-Hypnose, Sahnetorten-Hypnose, Schnitzel-Hypnose, Salat-Hypnose ... etc. gibt.)

Liebe Leserinnen und Leser, welche Hypnose ist Ihnen denn die liebste?

23.11.08

Spiegel-Geschichte Nr. 11: "Chance oder nicht"


Kaufhaus. Regale. Lebensmittel. Fremde Menschen.

Suchend nach Irgendwas
stand er (58) plötzlich vor ihr
und blickte weit hinein
in die Augen des Himmels
und träumte vom Glück.

Sie (58) hatte ihn geseh´n
fliehen wollte sie nicht
und entbrannte wieder
als sie versank im Blick
und vergaß den Ort.

Räuspern. Dann Erinnerung. Alte Verletzungen. Also Weitergehen.

20.11.08

Stress, hypnotisch betrachtet (3)


Das Nächstliegende bei psychosomatischen Auswirkungen von Stress, also körperlichen Problemen, ist das direkte Eingehen auf die betroffenen Körperteile. Hilfreich ist dabei zunächst, dass wir deutlich wahrnehmen, wo etwas schmerzt bzw. etwas beeinträchtigt ist. Denn dahinter verbergen sich meist Ursachen, die geistig-seelisch bedingt sind. Sehr empfehlenswert dazu ist das Heft „Heile deinen Körper“ von Louise L. Hay. Darin beschreibt die Autorin in tabellarischer Form  Krankheitsbilder, ihre geistig-seelische Ursache und die dafür empfohlene Affirmation. Ein paar Beispiele:

Augenprobleme:
(Ursache) Man mag nicht, was man sieht
(Affirmation) „Ich erschaffe jetzt das Leben, das ich gerne betrachte.“

Fußprobleme:

(Ursache) Angst vor der Zukunft und dem Voranschreiten im Leben
(Affirmation) „Ich bewege mich mit Freude und Leichtigkeit vorwärts.“

Hautprobleme:

(Ursache) Furcht, Angst. Vergrabener Mist. Ich werde bedroht
(Affirmation) „Liebevoll schütze ich mich mit Gedanken der Freude und des Friedens.“


Nach Hays Meinung, und auch nach meiner eigenen Erfahrung, kann man so über Affirmationen, Imaginationen und daher auch Suggestionen auf Geist und Seele einwirken und so die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren. Stress wird dadurch wahrgenommen und seine Symbolik verstanden, somit kann er selbst und seine körperlichen Begleiterscheinungen verringert werden.

Sind innere Organe wie die Nieren aus dem Rhythmus gekommen, kann man auch nach dem sog. „5-Elemente-System“ der Traditionell Chinesischen Medizin (TCM) einen Ausgleich herbeiführen. Die einfachste Methode ist der „nährende Kreislauf“ (s. Ulli Olvedi, Das Stille Qi GONG, S. 86) Danach genügt schon die Konzentration auf die einzelnen Organe, um eine aktive Selbstheilung herzustellen. Die beste Reihenfolge einer Konzentration sei diese: Nieren, Blase, Leber, Herz, Magen, Lungen, und dann wieder bei den Nieren anfangen. Man soll sich dabei bildlich und gefühlsmäßig auf jedes Organ konzentrieren, dessen Farbe visualisieren etc. und nach ein paar Augenblicken zum Nächsten weitergehen. In dem angegebenen Buch heißt es dazu: „Diese verfeinerte Aufmerksamkeit ist allein schon ein Faktor der Steuerung und Aktivierung von Qi …“

Eine Hypnose-Sitzung bewährt sich folglich bei Stress, denn im Zustand ungeteilter Aufmerksamkeit, in freundschaftlicher Sprechweise, kann man sich an das leidende Organ wenden und durch genaue Suggestion des Hypnotiseurs und Imagination des Patienten die Selbstheilungskräfte aktivieren und Regeneration fördern.

14.11.08

Erkenntnis des Tages

Je tiefer das empfundene Elend, die Schmerzen oder die Hoffnungslosigkeit, desto wichtiger die zuversichtlichen Worte oder Gesten vertrauenswürdiger, anderer Personen, weil dadurch ein Weg aus der selbst-hypnotischen Sackgasse eintausend Mal leichter wird!

06.11.08

Stress, hypnotisch betrachtet (2)

Innere Einstellungen gegenüber wiederkehrenden oder sich ähnelnden Situationen entstehen meist aus Erfahrungen. Die Einstellung „Stress“,  z.B. am Arbeitsplatz, besteht deshalb aus Erfahrungen, die bei neuen, aber vergleichbaren Erlebnissen zu einer entsprechenden Stress-Erwartung führt, die wiederum entsprechende Reaktionen und Handlungen auslöst. Und das ganz automatisch und nahezu völlig unbewusst. Meiner Meinung nach handelt es sich dabei um hypnotische Situationen. Aber wie kann man selbst damit umgehen?

Solche festen Prägungen oder Muster können verhindert werden, indem sie entweder nicht mehr ausgelöst oder beim Ablauf einfach unterbrochen werden. Man kann sie auch durch Umgestaltung zu einem anderen und besseren Ergebnis führen. Der Einsatz anderer Möglichkeiten, die hier auch greifen könnten, hängt von der Persönlichkeit des Leidenden ab. Den entscheidenden Ansatzpunkt sehe ich in der Erwartungshaltung des Betroffenen. Sie entsteht dadurch, dass eine erste Beurteilung der Situation, meist unbewusst, zur Stress-Erwartung führt. Durch diese wird gewissermaßen alles zu Stress, was ähnlich aussieht, wie die einst prägende Situation. Daraus folgt, allgemein betrachtet, dass durch ein bewusst wahrgenommenes Leben und das Erkennen der eigenen, inneren Abläufe solche Automatismen entdeckt und dann (durch geeignete Korrekturen) wirksam ausgeschlossen werden können. Dafür braucht  der Mensch allerdings Übung (ggf. auch Anleitung), sonst bemerkt er einfach nichts. Jede Bewusstsein entwickelnde Methode ist dafür zunächst geeignet, wie etwa Meditation oder Yoga. Oder man nimmt sich einfach feste vor, darauf demnächst besser zu achten und bittet sein Unbewusstes vielleicht um Unterstützung. So wird klar, dass dieser nahe liegende und einfach aussehende, erste Schritt nicht so einfach ist. Und deshalb gibt es auch nicht so furchtbar viele Menschen mit solchen Fertigkeiten. Aber prinzipiell ist dieser Weg für jeden möglich.

Eine andere Vorgehensweise wäre, die ausgelösten Stress-Abläufe daran zu hindern, sich zu entfalten, indem die betroffene Person ebenfalls bewusst eingreift und sofort eine positive Affirmation oder Imaginationen für die Bewältigung der belastenden Situation formuliert (z.B.: „Diese Situation macht auf mich zwar im ersten Moment den Eindruck einer dieser typischen Stress-Situationen, aber diesmal entsteht daraus für mich absolute Gelassenheit und Zuversicht!“) und im Idealfall mehrfach laut vor sich hinsagt. Dies treibt sozusagen einen Keil zwischen die Stress-Situation und den bedrohten Menschen. Aber auch hier muss vorweg genügend Bewusstsein da sein, um die eigene, negative Situationsbeurteilung zunächst zu erkennen. Der gestresste Mensch muss sich selbst trainieren, jede Stressreaktion sofort zu bemerken und die geeignete Gegenmaßnahme einzuleiten. Ein anderes Vorgehen bietet sich an, indem man die körperlichen Begleiterscheinungen als Ziel der eigenen Handlungen aussucht. Darauf gehe ich in einem späteren Text ein.

Spiegel-Geschichte Nr. 10: "Auch gescheiterte Versuche zählen"

Eine Frau schilderte in einem Interview, dass Sie zwar aus reichem Hause stamme, aber wegen ihrer Partnerwahl (ER stammte aus armen Verhältnissen) von der Familie verstoßen, seit nun zwanzig Jahren in den ärmsten Verhältnissen mit ihrem Mann und den drei Kindern lebte. Dem Ehemann war es in all den Jahren offensichtlich nicht gelungen, eine beruflich-finanzielle Basis aufzubauen, die der Familie Sicherheit und Anerkennung garantiert hätte.
Auf die Frage, warum die Partnerschaft diese lange Belastung ihrer Meinung nach ausgehalten hat, meinte sie nachdenklich, dass die Beziehung von ihr aus schon deshalb so innig geblieben sei, weil ihr Mann ehrlich jede Gelegenheit genutzt hatte, eine Besserung für die Familie herbeizuführen. Zwar habe er manchmal auch andere Vorstellungen als sie gehabt, was nun das Richtige wäre, aber er hätte sich wirklich ständig bemüht!

12.10.08

Stress, hypnotisch betrachtet (1)

Der von Hans Selye geprägte Begriff „Stress“ beschreibt eine Reaktion des Menschen auf übermäßige Belastungen oder lebensgefährliche Situationen. Nach seinen Erkenntnissen, die er 1936 in seiner Schrift „Allgemeines Adaptionssyndrom“ darstellte, folgen  auf solche Situationen nacheinander drei Reaktionen:

Leider Urheber nicht bekanntAlarmreaktion:
Der Blutzuckeranteil steigt, damit mehr Energie zur Verfügung steht, das Immunsystem  wird gedrosselt.

Widerstandsstadium:
Sämtliche Körperprozesse laufen für eine Abwehr-Reaktion auf Hochtouren.

Erschöpfungsstadium:
Bleibt eine belastende oder gefährliche Situation bestehen oder tritt keine Heilung ein, ist Erschöpfung die Folge. Anpassungs- und Koordinationsprobleme entwickeln sich, das Leben wird verkürzt.


Beobachtungen und Erkenntnisse in die gleiche Richtung hatte auch Walter Cannon mit seiner „Fight or Flight“-Theorie, in den Jahren 1914 und 1932. Laut dieser Theorie reagieren die Menschen auf hohe physische und psychische Belastungen mit einem Kampf- oder Fluchtreflex, alles begleitet mit entsprechenden körperinternen Vorgängen.

Aus all dem möchte ich nun als wesentliche Erkenntnisse festhalten:
Wird eine Situation als sehr belastend oder gefährlich erkannt und eingestuft, laufen automatische und körpereigene Prozesse ab, die uns entsprechend für Kampf oder Flucht vorbereiten. Besteht aber eine friedliche Situation von dennoch hoher Dauerbelastung, entfällt die Ausrichtung auf Kampf, weil sie hier ungeeignet wäre. Stattdessen müssten die Möglichkeiten von Flucht oder Anpassung zur Wahl stehen. Bei der Entscheidung für Anpassung müsste dann Stress entfallen.

So funktioniert das aber nicht. Leider. Kampf und Flucht sind ja offensichtlich Relikte aus grauer Vorzeit und wirken völlig deplaziert, unzeitgemäß. Da es sich um automatische, unbewusst ablaufende Programme handelt, taucht die Frage auf, ob und ggf. wie hier Einfluss genommen werden kann. Wird eine Situation z.B. als Lebensgefahr eingestuft, ist die automatische Körperreaktion eine Folge der eigenen Beurteilung. Deshalb können unerkannte, lebensgefährliche Situationen zwar radikale Folgen haben, lösen aber mit Sicherheit keinen Stress aus! Eine solche Betrachtungsweise wurde auch von Richard Lazarus verfolgt und fand Ausdruck in seinem „Transaktionalen Stressmodell“ (1974). Danach ist Stress beeinflussbar durch  die persönliche Einstellung und die Erfahrungen einer Person.

Fazit:
Da also die körperinternen Vorgänge bei Stress unbewusster Natur sind und ihre Aktivierung von der persönlichen Einstellung bzw. Erfahrung einer Person abhängig zu sein scheinen, liegen m. E. zwei Gründe vor, die den Einsatz von Hypnose sinnvoll erscheinen lassen:

a) Mit Hypnose besteht die Möglichkeit, unbewusste Prozesse direkt zu beeinflussen
b) Einstellungen können angemessen umgestaltet werden, sodass kein Stress mehr durch scheinbar sehr belastende oder gefährliche Situationen ausgelöst werden kann.

09.10.08

Spiegel-Geschichte Nr. 9: "Verkaufsbewusstsein"

In einem Supermarkt, auf dem Mittelgang zu den Verkaufsregalen, war ein Extra-Verkaufsstand aufgebaut. Dahinter stand eine junge Frau mit Adleraugen. Sie schaute jeden Kunden, der in ihre Nähe kam, direkt und auffällig intensiv an. Dieser Blick hatte für mich etwas Forderndes an sich. Dass ich nicht alleine so empfand, wurde dadurch bestätigt, dass sich nur wenige Kunden über den Mittelgang bewegten und lieber einen weiten Bogen um den Stand in der Mitte machten. Ihre Frage, ob mich das von ihr vorgestellte alkoholische Getränk interessieren würde, beantwortete ich mit „Vielen Dank, nein“ und ging meiner Wege. Ein kurzer Blick zurück, nach ein paar Metern, lies mich erkennen, dass die Frau jetzt ziemlich wütend auf mich war.

Während des weiteren Einkaufs musste ich öfter an die wütende Frau denken und ich ging zum Schluss noch einmal zu ihr hin. Ich fragte sie einfach geradeaus, warum sie so wütend würde, wenn man einen Kauf bei ihr ablehnte. Offensichtlich überrascht, brauchte sie einen Moment um sich zu sammeln. Dann erklärte sie mir, dass sie sich durch jede Ablehnung persönlich verletzt und beleidigt fühlte. Während sie so zu mir sprach, wurde sie nachdenklich. Offensichtlich nahmen auch viele Kunden ihre kontraproduktive Einstellung schnell wahr und gingen deshalb lieber gleich auf Distanz - Jetzt schien ihr Einiges zu dämmern.

23.08.08

Mehr soziale Kompetenz durch Hypnose (?)


Hypnose ist nicht gleichzusetzen mit Somnambulismus. Schon ein selbstvergessener Moment in einer alltäglichen Situation, z.B. in einer Frühstückspause, kann als hypnotisch eingestuft werden. Genauso verhält es sich mit Gewohnheiten, in die man hineingeraten kann, ohne dass man es selber merkt. An solchen „Verhaltensgewohnheiten“ klebt man daher oft fest und ist sich dieser Tatsache gleichzeitig nicht bewusst. Dies gilt besonders auch in Situationen von erschreckender, erschöpfender oder bedrohlicher Art. Menschen, die in solchen Situationen leben müssen (Schwerkranke etc.), hängen also an ihrem Verhalten und sind scheinbar mit ihrem Schicksal untrennbar verbunden. Sie weisen folglich verschiedene Automatismen und Gewohnheitsabläufe auf.

Sozialtätige, die z.B. als Besuchs- oder Hospiz-Dienst arbeiten, und auch Leute aus dem geistlichen oder psychologischen Bereich, können aus Erfahrung derartige Gewohnheitsmuster im Verhalten erkennen. Mit speziell auf sie abgestimmtem Wissen über Hypnose, würde es ihnen noch leichter fallen, solche Muster zu erkennen, zu verstehen und sogar eine klarere Übersicht darüber zu bekommen. Zusätzlich, weil diese nun besonderes Wissen hätten, könnten sie auch entsprechend besser auf diese leidenden Menschen eingehen, sodass den Hilfesuchenden gezielt zu mehr Selbstwert, Harmonie und Umsicht verholfen werden könnte. Dann entstände erstaunlich mehr Nähe und Mitgefühl. Gleichzeitig auch wieder mehr Freiheit und Selbstbestimmung für sie. Und das kann ja nur gut sein!

30.07.08

Stress im Bistro

Ich sollte jemanden aus der Familie in der Mittagszeit in der Stadt Reutlingen abholen. Da sich die Person offensichtlich verspätete, bestellte ich mir in einem Bistro einen Kaffee. Im  Lokal setzte ich mich so, dass ich sowohl einen freien Blick hinter die Theke, als auch in den gesamten Raum hatte. Die einzige Bedienung, eine junge Frau von etwa 25 Jahren, war mehr als ausgelastet: Sie begrüßte laufend neue Gäste, nahm Bestellungen auf, lieferte Essen und Getränke aus, stand Rede und Antwort, rechnete ab, suchte vergeblich mit zwei Salattellern in der Hand die Auftraggeber und vieles mehr. Diesem Stress versuchte sie mit einem hohen Maß an Professionalität zu begegnen. Nachdem ich dieser Frau nicht noch mehr Stress machen wollte und etwa 20 Minuten lang weit sichtbar einen Geldschein auf meinem Tisch gelegt hatte, rief ich sie dann doch mit der Bitte um Abrechnung. Daraufhin nickte sie mir kurz zu und versprach, bald zu kommen.
Dann geschah es: Das Bierfass war offensichtlich leer und es kam unter ziemlichem Getöse nur noch Schaum heraus. Entnervt fluchte die Frau ziemlich laut und trat wütend gegen die Theke. Dann eilte sie nach hinten, man hörte etwas Metallisches rumpeln und zischen. Nach ein paar Minuten begann sie wieder, Biergläser zu füllen. Hecktisch und mit rotem Kopf stand sie danach bei mir und rechnete ab. Während dieser ganzen Vorgänge hatte ich mir schon überlegt, ob ich dieser Frau etwas Hilfreiches tun oder sagen könnte, um sie aus ihrer hypnotischen Stress-Gefangenschaft befreien zu können.

Während sie also bei mir abrechnete, sagte ich ihr ganz unvermittelt, ruhig und freundlich: „Und denken Sie immer daran: Sie sind ein Profi und können alle Schwierigkeiten bewältigen.“ Sofort löste sich ihre Verspannung sichtbar und sie lächelte erleichtert: „Sie haben Recht.“

15.07.08

Gewinn garantiert (Achtung: Prophezeiung!)

Stress, Unsicherheiten, hoher und negativ psychischer Druck etc. haben bei längerfristigem Auftreten ernste gesundheitliche Folgen. Diese Prophezeiung und/oder Erfahrung kennt wohl jeder Mensch inzwischen. Man kann auch von einer Negativspirale sprechen, die sich wie ein Wirbelsturm durch unser Leben frisst und weitgehend unkontrollierbar eine Schneise der Verwüstung hinterlässt (s. Blogeintrag vom 11.05.2007). Solche Erfahrungen lassen einen dann resigniert „erkennen“, dass man daran wohl nichts ändern kann, weil es nun mal so ist.
Die auf so einer Erfahrung  geäußerte Prophezeiung ZEMENTIERT diesen belastenden Zustand. Leider. Schlimm ist, dass wir viele solcher „Selbsterfüllenden Prophezeiungen“  für wahr anerkennen und am Leben halten und gleichzeitig uns darüber nicht einmal im Klaren sind. Deshalb rate ich Ihnen, mit Hilfe von „Innenarbeit“ Ihren geistig-seelischen Status zu verändern, zu verbessern. Henry Ford selbst soll gesagt haben, dass wir Recht haben, wenn wir uns selbst sagen, es gehe uns schlecht, genauso haben wir Recht, wenn wir meinen, es gehe uns gut. Ford hatte die weit reichenden Wirkungen von Selbsterfüllenden Prophezeiungen richtig erkannt. Diesen Hinweis vorab, weil viele Menschen sofort denken, dass sie weder Zeit noch Wissen für Innenarbeit haben (… auch eine negative Prophezeiung). 
Zunächst gelten alle Erfahrungen, und seien sie eine Million Mal „wahr“, aber immer nur bis zum Moment des Hier und Jetzt. Wir selber entscheiden in Wirklichkeit immer wieder neu, wie unser Leben weitergehen soll und wird. Nur: Wir sind uns dessen  sehr selten bewusst und glauben aus Gewohnheit, dass die Vergangenheit auch die Zukunft ist. Wenn Sie so glauben, prophezeien und gestalten Sie Ihre unmittelbare und weitere Zukunft tatsächlich wie die Fortsetzung Ihrer Vergangenheit. SIE SELBST! Wenn Ihnen das einleuchtet und Sie wirklich etwas Neues (ganz oder teilweise) machen wollen, also nicht nur einen „Versuch“, gehen Sie bitte wie folgt vor:

1.) Sagen Sie zu sich selber, dass Sie ein liebenswerter, wertvoller Mensch sind und deshalb ein glückliches Leben verdienen (erste Ausrichtung und Prophezeiung).  

2.) Machen sie sich ganz frei und offen für Ihr neues Leben, indem Sie sich mit innerer Überzeugung selber sagen, dass Sie jetzt völlig frei und offen sind für Ihr neues und glückliches Leben (bewusste innere Veränderung und weitere Prophezeiung).

3.) Denken Sie nun, in vollkommen positiver Ausdrucksweise, dass Sie froh und glücklich sind, jetzt … (ihr Wunsch) … zu sein/haben/werden (Prophezeiung).

4.) Malen Sie sich danach genauestens aus, wie schön ihr neues Leben ab jetzt verläuft (erleben des Neuen).

5.) Stellen Sie sich ebenso, zum Beispiel, ein schönes Gefäß vor, welches mit absoluter, überquellender Zuversicht gefüllt ist (fühlen Sie diese Quelle der Zuversicht) und dass diese überquellende Zuversicht sofort und auf Dauer ihr neues und glückliches Leben durchtränkt und garantiert. Und zwar für immer, wenn Sie wollen (kreative Veränderungen und Prophezeiung).

6.) Nutzen Sie Ihren freien Geist und Ihre freie Seele ab sofort und erleben Sie Ihr neues und glückliches Leben in jeder Minute Ihres weiteren Lebens, in allen Facetten und mit allen Sinnen, gleichzeitig und neben allen anderen Ihrer täglichen Aktivitäten, indem Sie sich sagen, dass dies ab sofort geschehen soll und sehr förderlich für Sie wirken wird (erste Anwendung des neuen Lebens und Prophezeiung)!

Es ist geschehen! Und alles ist möglich. IHNEN MÖGLICH! (Achtung, Prophezeiung!)

15.06.08

Der Glaube des Hypnotiseurs

Bei der Ausübung von Hypnose sind sicher sehr viele Dinge zu beachten. Dazu zählt vor allem auch die Erwartungshaltung des Hypnotiseurs. Denn nach einem Vortrag von Herrn R. Wilkinson in der American Academy of Environmental Medicine („Effective Clinical Use of the Placebo Effect“, Tucson, Arizona, 1995) haben alle Hypnotiseure erstaunlich viel Verantwortung:

„Selbst Mäuse reagierten auf harmlosen Süßstoff mit dem Wachstum von Krebsgeschwulsten, wenn sie entweder

1. vorher ein- oder mehrmals gleichzeitig den gleichen Süßstoff und ein krebserregendes Mittel zu sich nahmen oder
2. wenn der Untersucher glaubte, dass er den Mäusen ein krebserregendes Mittel gab (obwohl es nur Süßstoff war).

Glaubte der Untersucher, dass er den Mäusen nur Süßstoff gab, obwohl es ein krebserregendes Mittel war, entwickelten sie keine Tumoren! Dies zeigt uns, wie sehr die Einstellung des Therapeuten an dem Erfolg oder Misserfolg einer Behandlung beteiligt sein kann. […] Die innere Haltung und der Glaube des Arztes an seine Behandlung wird zu einem wichtigen Inhaltsstoff des verordeten Medikaments.“
(Dr. med. Dietrich Klinghardt; Lehrbuch der Psychokinesiologie)

Wichtige Wortwahl?

Vielleicht ist Ihnen, liebe Leser, auch schon einmal aufgefallen, dass fast alle Hypnotiseure die Trance dadurch verstärken wollen, indem sie von „Tiefe“ sprechen. D.h. die Trance soll durch mehrmaliges „Vertiefen“ solider, besser etc. werden. Meines Erachtens handelt es sich hierbei um einen falschen Sprachgebrauch, da es sich tatsächlich um innere Vorstellungen handelt und nicht um ein „Tiefergehen“ (im räumlichen Sinne). Deshalb empfehle ich den Begriff der Intensität einzusetzen und entsprechend auszuarbeiten, z.B.:

„Sie gehen an einem Strand entlang und schauen dabei in verschiedene Richtungen. Zunächst nehmen Sie einen wunderschönen, tiefblauen Himmel wahr, unter dem sich Möwen vom Wind tragen lassen. Sie hören eine Möwe schreinen und gleichzeitig ihre eigenen Gehgeräusche im Sand. Deshalb schauen Sie jetzt nach unten und bewundern den trockenen, weißgoldenen Sand, auf dem verschiedene Muscheln zu sehen sind. Gleichzeitig bemerken Sie den starken Salzgehalt einer angenehmen, kühlen Brise und die Richtung dieses sanften Windes. Weil Ihnen ein Seestern sehr gut gefällt, heben Sie diesen auf und betrachen ihn genauer. Sie vergessen dabei rundherum alles und konzentrieren sich auf die winzigsten Elemente, Höhen und Tiefen des Seesterns. Und Sie genießen diesen Augenblick des vollkommenen, reinen Erlebens.“

31.05.08

Ich Winnetou - Du Old Shatterhand?

Ich gebe es hiermit unumwunden zu: Ich habe damals einen Winnetoufilm im Kino angesehen. Über den Inhalt will ich hier jetzt nicht viel sprechen, weil mir was anderes wichtig ist: Damals gingen wir als Gruppe von etwa 8 Jungs da rein, jeder von uns ein eigener Typ u.s.w.. Nach dem Film stand es etwa 4:4, d.h. jeweils die Hälfte von uns hatte sich dann zu Winnetou oder zu Old Shatterhand verwandelt, was man auch schon leicht am pferderückenbreiten Gang und am stechenden Blick erkennen konnte. Die erste Ernüchterung nach dem Film ließ aber leider nicht lange auf sich warten: Draußen war keine heiße Steinwüste und erst recht kein Pferd zu finden! Aber ein richtiges, fruchtiges, italienisches Eis versöhnte uns bald wieder mit der Realität.

Für relativ kurze Zeit hatten die Filmdarsteller tatsächlich für uns als Vorbild gewirkt und uns real verändert! Das zeigt die Macht des Vorbildes! Erleben wir ein Vorbild intensiv genug, setzen sofort Veränderungen ein, die wir selber und unsere Mitmenschen schnell bemerken werden. Ich vermute, dass jeder Mensch irgendein Vorbild in sich trägt, auch, wenn man sich darüber nicht immer im Klaren ist. Graben Sie, liebe Leser, doch mal bei sich! Und wenn Sie was gefunden haben, frischen Sie ihr Vorbild vielleicht mal auf oder Sie suchen sich ein Zeit gemäßeres, „neues“ Vorbild, eines, was richtig stark auf Sie wirkt! Sie können sich damit wirklich schnell verändern und ihrem Leben einen neuen Drive verpassen. Es lohnt sich, sogar jetzt noch  am Wochenende. Übrigens: Laufen zurzeit irgendwo Winnetoufilme?

18.04.08

Interessante Übereinstimmung

Erickson wendete mit großem Erfolg seine von ihm entwickelte “Utilisations-Technik“ an. Worum es sich dabei handelt, kann man in den Gesammelte Schriften von Milton H. Erickson (Bd.1, Seite 258) nachlesen. Da heißt es:

„Im wesentlichen geht es bei diesen Techniken darum, das herkömmliche Verfahren einfach umzukehren. Gewöhnlich basiert die Trance-Induktion darauf, dass der Hypnotiseur beim Patienten eine gewisse anfängliche Akzeptanz und Kooperationsbereitschaft zu erreichen versucht. Bei den Utilisations-Techniken wird das übliche Verfahren insoweit umgekehrt, als der Hypnotiseur davon ausgeht, die vom Patienten gezeigten Verhaltensweisen zu akzeptieren und ihnen zu folgen, wie ungünstig diese in der klinischen Situation auch erscheinen mögen.“

Diesem Text möchte ich nun eine andere Textstelle gegenüberstellen, deren Wurzel etwa 3000 Jahre zurückreichen. Eine Stelle aus dem I-Ging (Hexagramm 61), 1923 übersetzt und herausgegeben von Richard Wilhelm: “Wenn man solchen widerspenstigen, schwer zu beeinflussenden Menschen gegenübersteht, beruht das ganze Geheimnis des Erfolgs darauf, dass man den richtigen Weg findet, um Zugang zu ihnen zu finden. Man muss sich erst innerlich ganz frei machen von seinen Voreingenommenheiten. Man muss sozusagen die Psyche des anderen ganz unbefangen auf sich wirken lassen; dann kommt man ihm innerlich nah, versteht ihn und bekommt Macht über ihn, so dass die Kraft der eigenen Person durch die geöffnete Pforte Einfluss auf den anderen gewinnt.“

Finden Sie, liebe Leserinnen und Leser, die inhaltlichen Ähnlichkeiten nicht auch faszinierend?

16.04.08

Nachträgliche Zusammenfassung

Hypnose bzw. Trance entsteht, wenn sich jemand dazu bereit erklärt und/oder zulässt, dass sein Ich-Bewusstsein teilweise oder ganz die körperorientierte und gewohnheitsmäßige Verhaftung lockert und sich verändert. Dies kann in allen Variationen und Kombinationen geschehen: Von kleinsten, völlig unauffälligen Veränderungen bis hin zu sehr auffälligen, drastischen, jeweils verbunden mit einer Variante von bewusst bis unbewusst. Unbewusste Veränderungen richten sich überwiegend nach der Notwendigkeit und der Situation, absichtliche Veränderungen gelingen leichter und angstfreier unter kompetenter Anleitung oder gemäß erfolgreicher, kontemplativer Techniken. Letzteres vor allem, weil dadurch der bedrohlich wirkenden Vermutung der Auflösung des Ich-Bewusstseins und der damit verbundenen Aufhebung des individuellen Menschen als Person wirksam begegnet werden kann.

15.04.08

Die Differenz-Bewegungs-Theorie (DBT)

Heute möchte ich, in kurzer Form, meine Differenz-Bewegungs-Theorie vorstellen, mit der ich zeigen möchte, wie Hypnose genau funktioniert:

C.G. Jung hat das Kollektive Unbewusste entdeckt und durch Hinweis auf die Archetypen beweisen wollen. Meines Erachtens ein unnötig “schmaler“ Beweis, aber doch ein wissenschaftliches Aufgreifen von Vorstellungen und Ideen eines Welt umfassenden menschlichen Basisgeistes. Hier möchte ich mit meiner Differenz-Bewegungs-Theorie ansetzen:

Für mich handelt es sich bei dem Kollektiven Unbewussten um eine Art Kollektives Basisbewusstsein (KBB). Dabei stelle ich mir vor, dass aus diesem alle Menschen gebildet werden, und zwar seit es Menschen gibt und es welche geben wird. Dies geschieht dadurch, dass aus diesem KBB Ausstülpungen entstehen, die individuell menschliche Wesen in ihrer vollen Potentialgestalt bilden. Zunächst als überbordende Einheit von Geist und Seele in einem kleinen Säuglingskörper mit ebenso individueller Zusammensetzung. Diese vollkommenen Wesen gehen durch ihren jungen physischen Körper in eine Welt mit überwiegend physisch ausgerichteten Glaubenssätzen und Gewohnheiten. Sie unterliegen dabei, von der Schwangerschaft an, allen Erfahrungen, Eindrücken etc., die diese Welt verursacht. Es entstehen dabei auch die typisch menschlichen Ebenen: Das Unbewusste, die Seele, das Über-Ich, und das Ich. Dies geschieht durch verschiedene Arten von Geist-/Energie-Konzentrationen, Förderungen und Verminderungen. Gleichzeitig werden der menschliche Geist und die Bewusstseine dem heranwachsenden Körper immer mehr angepasst, bis schließlich Geist und Bewusstsein weitgehend identisch mit dem menschlichen Körper sind. Hierbei konzentriert sich der Geist überwiegend auf den Kopfbereich, die Bewusstseine staffeln sich von innen nach außen (wie die berühmten russischen Holzpüppchen, die ineinander gestellt sind). Die Reihenfolge ist, von innen nach außen betrachtet: Das Ich, das Über-Ich, die Seele und dann das Unbewusste (vgl. Skizze).

Welche Bedeutung aber kommt der Seele zu? Sie ist durchaus individuell, aber weiträumiger aufzufassen, als das Über-Ich. Sie gibt die Grenze des einzelnen Menschen vor und befindet sich an der Stelle des vorher potentiell vollkommenen Menschen. Dadurch gibt sie Impulse für die Entwicklung des Einzelnen vor. Das Unbewusste stellt darüber hinaus für mich, in Form des Kollektiven Unbewussten bzw. KBB, das Bindeglied zum Universum dar. Hypnose lässt sich darauf aufbauend als ein Vorgang beschreiben, bei dem das Ich sich vom Körper soweit lösen und lockern kann, dass es sich bis zu seiner potentiellen Urgestalt ausdehnt. Dies entspricht meiner Differenz-Bewegungs-Theorie. Das soll heißen, dass die Differenz bzw. der Abstand zwischen Ich und Über-Ich in Hypnose/Trance/Meditation etc. überwunden werden kann. Die Folge davon ist, dass alle körperlichen Erfahrungen, Erinnerungen, Einschränkungen u.s.w. überwunden werden können. Hinzu kommt, dass angelegte, vergessene Möglichkeiten ins Bewusstsein dringen und die Zeit im Bewusstsein des Probanden aufgehoben werden kann.

Hypnose ist also bei ihrer richtigen Anwendung in der Lage das ganze Potential des Menschen, seine Regeneration und Neuorientierung (seinen seelischen Vorgaben entsprechend) zu bewirken. Dafür sind allerdings Stabilität und Flexibilität, ggf. Anleitung in richtigem Maße nötig. Ich weiß, dass mit meinen Ideen auch sehr viele Fragen verbunden sind, die ich in Zukunft hoffentlich beantworten kann. Entweder allein oder in Diskussion mit Interessenten.

11.04.08

Video zu indirekten und posthypnotischen Suggestionen

Das Video demonstriert in seiner ersten Phase eine indirekte Suggestion, indem der Hypnotiseur den Probanden einen imaginierten Weg beschreiten lässt. Es wird dabei maximale Entspannung erzielt. In der zweiten Phase wird die Wirkung der posthypnotischen Suggestion erkennbar: Der Proband scheint ununterbrochen von Stechmücken geplagt zu werden und überaus positiv und vitalisierend auf das Wort "Flower" zu reagieren. Sehen Sie selbst:

Anm.: Nach meiner Meinung ist ein Körperkontakt nicht notwendig!


Erkenntnis des Tages !!

Gewohnheit kann das Tun unsichtbar machen.

09.04.08

Selbsterfüllende Prophezeiungen - Ein Vergleich

Ich möchte hier über die Anwendung der Selbsterfüllenden Prophezeiung (S.P.) sprechen im Vergleich mit der Posthypnotischen Suggestion (P.S.):

Beide Vorgehensweisen zielen darauf ab, ein bestimmtes Verhalten oder Ergebnis in der Zukunft zu bewirken, sonst scheinen sie aber nur sehr wenig miteinander zu tun zu haben. Auf diesen Vergleich bin ich deshalb gekommen, weil ich bei Erickson lesen konnte: „Seine Untersuchungsergebnisse auf der Grundlage von Erfahrungen mit Tausenden von Versuchspersonen weisen generell darauf hin, je einfacher, je permissiver und unauffälliger eine Technik ist, um so wirkungsvoller hat sie sich bei dem Bemühen erwiesen, bedeutende Ergebnisse sowohl im experimentellen wie im therapeutischen Bereich zu erzielen …“ Das soll heißen: Gemäß dieser ericksonschen Erfahrung fragte ich mich, ob ich mit Hilfe der S.P. auch Ergebnisse einer P.S. herbeiführen könnte, da die S.P. sicherlich deutlich einfacher und unauffälliger erscheint, als die P.S., für die schließlich erst noch ein „ausreichend tiefer“ Trancezustand beim Probanden aufgebaut werden muss. Und da Posthypnotische Suggestionen schon in großem Umfang erforscht und ausprobiert wurden, habe ich mich in diesem Fall weitgehend auf Selbsterfüllende Prophezeiungen konzentriert.

Um solche wirklich unauffällig und einfach, aber auch häufig, einsetzen zu können, nahm ich meinen Alltag zu Hilfe und instruierte einzelne meiner Verwandten und Bekannten auf einfache Weise. So sagten sie sich in meinem Beisein z.B.: „Wenn wir uns wieder sehen, erinnere ich mich, dass ich dich erinnern soll.“ Oder: „Wenn ich nach Hause komme, soll ich nicht vergessen, das Buch vor die Wohnungstür zu legen, damit er es später dort nur aufgreifen braucht (= verneinter Befehl).“ Der jeweilige Satz wurde absichtlich nur einmal ausgesprochen.

Das Ergebnis war verblüffend: Alle Selbsterfüllende Prophezeiungen wurden ausgeführt, allerdings teilweise bewusst, teilweise unbewusst (im obigen Fall mit dem Buch wurde tatsächlich kein Buch vor die Türe gelegt und richtig vergessen).
Fazit: Die Untersuchungsergebnisse von Erickson bezüglich eines möglichst einfachen, permissiven und unauffälligen Vorgehens in der Hypnose kann ich nach meiner kleinen Versuchsreihe nur bestätigen! Obwohl die S.P. gestartet wird im „minihypnotischen“ Bereich (ich bin der Auffassung, dass dieser Bereich auch hypnotisch ist, nur eben nicht so offensichtlich!), hat sie die Tendenz, sich auf jeden Fall zu verwirklichen. Posthypnotische Suggestionen scheinen in ihrer Stärke oft überzogen zu sein und nur in den wenigsten Fällen mit ihrer Fremdinduktion und der unbewussten Ausführungsweise angemessen zu sein.

Die Art von Alltags-Selbsthypnose, wie wir sie bei der typischen S.P. finden, sollte viel mehr gezielt in unser Leben einfließen, viel mehr Vertrauen bekommen und so auch eine Vertrauen aufbauende Rückwirkung in uns selbst auslösen. Ich glaube, so bekommen wir auch mehr bewusste Freiheit über unser Leben. Ich bin sogar der Meinung, dass solche einfachen Selbstinduktionen auch tief greifende Persönlichkeitsveränderungen auslösen können. Immerhin hat Erickson seine Aussage nicht eingeschränkt.

28.03.08

Wichtige Mitteilung!

Leider bin ich aus gesundheitlichen Gründen dazu gezwungen, den Vortrag am 29. März zu verschieben. Das neue Datum werde ich dann sowohl hier als auch bei dem Seminarraum Lebensquelle bekanntgeben.

Ich entschuldige mich für die kurzfristige Meldung und hoffe dennoch auf Ihr zahlreiches Kommen am neuen Termin (voraussichtlich zwischen dem 11.04. und 18.04).

    Bereits bekannter Flyer zum Vortrag: hier klicken (pdf-Datei)

25.03.08

Spiegel-Geschichte Nr. 8: "Tag der Ameise"

Gabi ist jetzt 50. Sie hat seit 20 Jahren einen kleinen Lebensmittel-Laden im Dorf. Da verkauft sie alles, was man so braucht, und was sie nicht rechtzeitig los wird, wird von ihr gelegentlich wegen Überalterung raus genommen. Dies aber nur, wenn es gar nicht anders geht – wegen dem Verlust. Denn obwohl Gabi den einzigen Lebensmittel-Laden im Dorf hat, ist der Verdienst überaus klein und manchmal bleibt gar nichts übrig. Was Gabi aber seit geraumer Zeit bleibt, ist eine ständige Bedrohung ihrer Gesundheit: Immer kränkelt sie – Muskelschmerzen, Nackensteifigkeit, Migräne, rheumatische Gelenkschmerzen, Bauchweh und so fort. Und obwohl sie selbst oft über mangelnde Bewegung klagt, ist sie innerlich ständig in Aufruhr, im richtigen Stress! Sie weiß seit Jahren, dass es so nicht weitergeht, will es aber nicht akzeptieren und außerdem fällt ihr (deshalb ??) keine Lösung oder Alternative ein. Ihre wirtschaftliche und körperliche Bewegungsfreiheit tendiert schon lange deutlich in Richtung Null, eigentlich ihr ganzes Denken und ihr ganzes Leben. Ratschläge will sie auch keine mehr hören, weil die Lösung „sowieso nur mit Geld“ zu finden wäre.

Ja, wenn da nicht dieser Film über Ameisen gewesen wäre. Irgendwas Dokumentarisches war das im Fernsehen. Und eine Szene war für sie absolut faszinierend gewesen: Zwei, drei dieser Tierchen waren auf einem Blatt gefangen und suchten einen Weg, da weg zu kommen. Ihre Lage war hoffnungslos, aber die Ameisen liefen ständig hin und her, hin und her, und prüften nach und nach ALLE Möglichkeiten. Manche sogar viele Male – und fanden einen Weg.

Gabi hat an diesem Abend lange geweint. Und verstanden.

14.03.08

Ein Ärgernis verblüfft

Vor zwei Tagen habe ich mich wegen eines eher nichtigen Anlasses ziemlich geärgert. Nach etwa 10 Minuten wurde mir endlich klar, was da in mir vorging:

In meiner „Bewusstseinsmitte“ war allein der Ärger, alles andere rundherum war fast gänzlich ausgeblendet – ich befand mich in einem hypnotischen Zustand! Der löste sich allerdings schnell nach dieser Erkenntnis wieder auf, vor allem, weil ich über den Auslöser dieser Hypnose lächeln musste: Ich war völlig unerwartet „geblitzt“ worden. Wo Schrittgeschwindigkeit verlangt war, bin ich mit 20 Sachen reingejagt. Die Folge davon war eine „Blitz-Hypnose“.

06.03.08

Kommunikation als Machtmittel

Hypnose ist sehr vielseitig. Einen weiteren Beweis dafür sehe ich in der Tatsache, dass Hypnose das Bewusstsein eines Anwenders hervorragend für angemessen bewusste Kommunikation trainiert. Dieser Nebeneffekt könnte in allen Berufs- und Lebensbereichen starke Verbesserungen bewirken. Ein gutes Beispiel fand ich hierzu in der ZEIT vom 17.01.2008:
In einem Kurzinterview von Jana Schlütter erzählt Tim Peters von aufgenommenen Arzt-Patienten-Gespräche, die er für seine Examensarbeit auswertete. Er kommt dabei zum Schluss, dass Ärzte “… sprachliche Machtmittel nutzen, um ihre Vorstellungen gegenüber den Patienten durchzusetzen.“ Und er resümiert dahingehend, dass “… dahinter nicht nur Gedankenlosigkeit, sondern auch bewusste Machtausübung steckt.“ Man muss allerdings darauf hinweisen, dass diese Gesprächsauswertungen durch ihre geringe Anzahl nicht repräsentativ sind. Immerhin flossen nur 25 Aufnahmen in die Auswertung ein.
Weiter meint Tim Peters: „Solche Mechanismen kann man überall beobachten, wo Status- und Wissensunterschiede bestehen.“ Dies ist ein schöner Beweis für völlig unbefriedigende Kommunikation. Denn hierbei wird auf unflexible, gewohnheitsmäßige Weise kommuniziert, viel zu unbewusst und viel zu selten hinterfragt – und zwar auf beiden Seiten. So frage ich, ob Status- und Wissensunterschiede allgemein akzeptable Gründe für ein solches Verhalten sein dürften. Das wohl sicher nicht, aber sie verführen sehr leicht dazu. Im Ausnahmefall gibt es sicher Situationen, in denen diese Konstellation richtig ist.
Wenn man aber für beide Seiten das Beste will, muss man anders vorgehen. Beide Seiten haben dabei nichts zu verlieren. Nicht umsonst kursiert z.B. im Verkaufsbereich das offene Geheimnis, dass die Kenntnis des Käuferprofils für einen Verkaufserfolg entscheidend ist. Dieses ist ja nichts anderes als die Individualisierung möglicher Kunden. Dadurch rücken die Verkäufer möglichst nah an die Käufer heran und stellen sich möglichst gut auf diese ein – und der Erfolg gibt ihnen Recht. Deshalb haben solche Daten auch einen hohen finanziellen Wert. Allerdings kann dies ein subtiles Machtmittel werden.
Eine solche Machtausübung kann aber relativ leicht ausgehebelt werden: Durch bewusste Wahrnehmung und beharrliche Selbsttreue. Hier leistet Hypnose wirklich Vorbildliches durch ihr gutes Bewusstseinstraining. In dem oben angesprochenen Artikel handelte Tim Peters (und Freunde) denn auch sehr bewusst und selbstbewusst gegen die ärztliche Machtausübung. Er schließt mit dem Satz: „Da haben die Ärzte aber sehr irritiert reagiert.“

Mein Fazit: Hypnose fördert eine bessere Kommunikation, spart Zeit und garantiert mehr Effektivität im respektvollen Umgang mit unseren Mitmenschen.

03.03.08

Herzliche Einladung!

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

Am 29. März werde ich in Mössingen einen Vortrag über Hypnose und ihre Anwendungsmöglichkeiten halten. Besonderer Schwerpunkt hierbei wird die Anwendung im Alltag sein. Mein Vortrag gliedert sich in einen sowohl theoretisch, als auch praktisch erläuterten Teil. Themen des Vortrags sind u.a. Hypnose und ihre Arten, unser Bewusstsein und seine Aufmerksamkeit, das menschliche Potential, Selbstbild und der Umgang mit alltäglichen Situationen in Beruf und Schule.

Für weitere Infos:  Flyer zum Vortrag (pdf-Datei)


Ich würde mich über Ihr Kommen sehr freuen!

Ericksons Fallbeispiel

„Ähnlich ist der Fall der Geigerin gelagert, die in zugewiesenen Zeitabschnitten von zehn Sekunden subjektiv erlebte, dass sie zahlreiche Kompositionen spielte und dieses Üben Auswirkungen auf ihr Spiel hatte, wie von einem kompetenten Kritiker bestätigt wurde. In der Folge dieser Studie machte sie von ihrer “besonderen persönlichen Zeit“ Gebrauch, um subjektiv zu erleben, wie sie eine schwierige, lange vergessene Komposition probte und sie dann in der Wirklichkeit erfolgreich aus den Gedächtnis spielte, obwohl sie die Noten des Stückes seit Jahren nicht gesehen hatte.
In diesem Zusammenhang lässt sich über die Rolle motorischer Abläufe beim mentalen Lernen spekulieren, denn die Geigerin erlebte subjektiv den gesamten Prozess des Geigenspielens, das Studieren und das Einprägen der Noten untätig auf den Rücken liegend, und dennoch bewies sie die Auswirkungen wirklichen Übens.“ (aus den Gesammelten Schriften, Band 3, Seite 367)

29.01.08

Der Namensvater von Hypnose

Hypnos (lat. Somnus) ist in der griechischen Mythologie der Gott des Schlafes und der Bruder des Todes (gr. Thanatos). Die Nacht (gr. Nyx) ist seine Mutter. Er wird auf vielen Bildern mit Flügeln auf der Schläfe dargestellt. Seine Kinder sind:

  • Morpheus, hatte die Fähigkeit jedermanns Gestalt und Stimme nachzuahmen
  • Phobetor, konnte sich in jedes Tier verwandeln
  • Phantasos, konnte sich in die fantastischsten Dinge verwandeln

25.01.08

Leben ist Bewusstsein

Tai-Chi, Qi-Gong und Akupunktur etc. sind Systeme, die mit Energien arbeiten sollen. Akupunktur beispielsweise strebt dabei die Heilung des ganzen Menschen an und möchte den Körper, den Geist und die Seele beeinflussen. Besonders interessant für mich ist dabei die Feststellung, dass verschiedene Akupunkturpunkte durch Lenkung der Energie „shen“ direkt auf das Bewusstsein des Behandelten abzielen (vgl. dtv-Atlas Akupunktur, S.23, unten, Nr.5). Ich verstehe das Ganze also so, dass das Bewusstsein proportional zu unserer Energie ist, bzw. ihrer Verfügbarkeit entsprechend.

Die natürliche Entwicklung des Menschen sieht ja so aus, dass die Energien sich in der Kindheit und Jugend erst mal aufbauen müssen. Im Alter werden diese Energien nach und nach weniger, was sich vor allem äußerlich in der zunehmenden Mobilitätsverringerung zeigt. Innerlich treten auch Veränderungen auf, so z.B. indem einzelne Organe nicht mehr ganz harmonisch arbeiten. In diesem Zusammenhang scheint es mir durchaus zutreffend zu sein, dass durch den Energieabbau auch entsprechend das Bewusstsein abnimmt bzw. verändert wird (und vielleicht verliert dadurch für viele ältere Menschen der Tod auch seinen Schrecken?)

Unabhängig von den bisherigen Überlegungen sehe ich allerdings noch eine weitere, mindestens ebenso starke Regulierungskraft auf das Bewusstsein einwirken: Die Antwort auf die Frage, was man selber für möglich hält und was nicht. Das ist gewissermaßen eine generelle Einstellung zum Leben. Diese Einstellung übernehmen wir mehr oder weniger bewusst von den Menschen unserer unmittelbaren Umgebung (z.B. Eltern, Verwandte, Idole, Lehrer, Freunde etc.). Leider wird diese Einstellung nur selten hinterfragt. Das führt m.E. dazu, dass der Mensch, meinem Schaubild Nr.1 entsprechend, im Durchschnitt eine linsenförmige Bewusstseinsausprägung im Laufe seines Lebens durchläuft. Am Anfang, wenn wir auf die Welt kommen, beginnt sich unser Bewusstsein quasi trichterförmig auszuweiten. Dann, wenn wir unser unter normalen Bedingungen voll entwickeltes Bewusstsein erreicht haben, bewegen wir uns relativ gleichförmig, d.h. ohne große Bewusstseinsprünge, um dann, gegen Ende des Lebens, wieder in einem „Bewusstseinstrichter“ zu münden. Dann allerdings ist der Trichter umgekehrt, wie in der Kindheit. Die generelle Lebenseinstellung begrenzt in den meisten Fällen die Bewusstseinsausgestaltung des Menschen. Schon die bekannte Unterteilung der Menschheit in Optimisten und Pessimisten macht dies deutlich.

Nun kann man sicher vieles tun, um das Bewusstsein zu „erweitern“: Yoga, Meditation, Kontemplation, Psychotherapie, geistlich leben etc. . Die Methode richtet sich sicher mehr nach dem eigenen Geschmack. Hier kann Hypnose aber auch sehr viel helfen, zumal nach meiner Meinung alle Bewusstseinsschulungen nur in unterschiedlichem Gewand daherkommen. Mein Schaubild Nr.2 soll ein verändertes Bewusstsein durch eine günstigere Lebenseinstellung darstellen: Nach dem Trichter der Jugend angewandt (s. erste blaue Linie), bewirkt die Hypnose eine sofortige Ausdehnung des Bewusstseins und kann auch das ganze Leben überdurchschnittlich bleiben. Denn schon die natürlichen Erfahrungen werden dies stützen. Und sogar der „Alters-Bewusstseins-Trichter“ kann stark aufgeweitet werden, weil selbst körperliche und energetische Abläufe erfasst und beeinflusst werden.

22.01.08

Autopilot oder Kapitän ?

Die Fremd-Hypnose ist allgemein verläßlicher und wirksamer als die Selbst-Hypnose. Die Ursache ist die andere Vertrauensbasis. Und zwar möchte man sichergestellt wissen, dass der Vorgang der Induktion und der Ablauf der Hypnose einer logisch orientierten Überwachung unterstellt ist. Dabei scheint diese Art von Überwachung sogar dann noch besser als Selbst-Hypnose zu sein, wenn die Kontrolle von einem Fremden ausgeübt wird. Das ist auch naheliegend, wie ich in folgendem Beispiel deutlich machen möchte: wenn man Flugpassagiere fragt, ob sie lieber von  einem echten Flugkapitän oder von einem Super-Autopiloten zum Ziel gebracht werden möchten, fällt die Antwort immer zu Gunsten des Kapitäns aus. Der Autopilot handelt, auch wenn er super ist, weitgehend autonom und ist nicht einmal entfernt menschenähnlich. Unser Unbewusstes gibt uns ständig Rätsel auf und macht oft scheinbar unberechenbar, was es will. Das wirkt  nicht gerade vertrauenserweckend.

19.01.08

Unbekannte Bereiche der Hypnose?

Vor sich sehen Sie eine Grafik, die sichtbar macht, dass Hypnose eine Entwicklung unter Kontinuität ist. Mit anderen Worten: Hypnose entwickelt sich nicht so, dass plötzlich äußerlich erkennbare Phänomene auftreten. Nimmt man die typische Bühnen- bzw. Fernsehhypnose, könnte man diesem Irrglauben erliegen. Tatsächlich ist es so, dass die öffentlich bekannte Hypnose sich irgendwo im mittleren Bereich der dargestellten roten Linie befindet (siehe Hypnose-Intensität). Es stellt sich die Frage: Was genau geschieht jedoch im unteren bzw. oberen Bereich der roten Linie? Und sind diese beiden Bereiche überhaupt wichtig?

Beispielsweise betrachten wir nun die beiden blauen Linien: Die (Selbst-)Induktionsdauer beträgt wie z.B. bei einer Alltagstrace nur einen kleineren Moment. Daher sind die typischen Phänomene einer Hypnose nur schwer oder fast nicht zu sehen. Zu diesem "Mini-Hypnose-Bereich" gehören so auch z.B. einfache Vorgänge wie das Erinnern, Nachdenken, Tischgebet, Autogenes Training und sportliche Betätigungen. Trotz der geringen Sichtbarkeit der Hypnose darf dieser Bereich nicht unterschätzt werden: Es ist die Tür zur Hypnose und jede Geste, jedes Wort und jeder Gedanke sowie jede selbsterfüllende Prophezeihung zählt.

Aber was befindet sich jeneits des bekannten, mittleren Hypnosebereichs? Könnten da Phänomene angesiedelt sein wie Apathie, Katatonie oder gar Koma?

16.01.08

Spiegelgeschichte Nr. 7: "Chance vertan"

Eine Frau mittleren Alters, Naturwissenschaftlerin, war der Liebe ihres Lebens begegnet. Nur wusste sie das damals nicht, ja, sie war sich sogar sehr unsicher, weil sie vorher keine "richtige" Liebe kennengelernt hatte. Diese Gefühle waren so unbekannt und heftig, dass die Frau ihre Mutter um Rat fragte. Und die Mutter empfahl ihr, diese Liebe nicht zum Mittelpunkt ihres Lebens zu machen, sondern ihre Energien vor allem auf ihre Karriere auszurichten. Der Rest würde sich schon finden. Leider verlosch die Liebe dadurch doch bald und es blieben nur verklärte Erinnerungen. Nach und nach aber entwickelte sich bei dieser Frau ein tiefer Groll und später sogar Hass gegen die Mutter und sie verwendete über viele Jahre all ihre Energie und Aufmerksamkeit darauf - und übersah all die folgenden, wunderbaren Begegnungen.

06.01.08

Angebot für Masseure und Masseurinnen

Zum Jahreswechsel habe ich mir, wie auch sicher eine Masse anderer Menschen, etwas Neues vorgenommen. Wie sich manche von Ihnen erinnern können, schrieb ich vor einiger Zeit über mein entwickeltes System der Hypnotische Massage-Erweiterung (HME).

Ich freue mich bekannt geben zu können, dass ich ab sofort eine zweitägige HME-Ausbildung bundesweit für Sie anbieten kann. Hierbei vermittle ich Ihnen alles Wissen über die HME wie auch das dafür notwendige Verständnis einer grundlegenden Hypnose. Auch in der praktischen Umsetzung werde ich Sie innerhalb einiger Übungsstunden unter meiner betreuendenden Aufsicht unterrichten.

Für Fragen und Kontaktaufnahme bitte hier klicken.

04.01.08

Welthypnosetag

Verehrte Leser!

Ich möchte den Welthypnosetag dazu nutzen, dass Sie mir Fragen stellen können. Natürlich können Sie das auch an jedem anderen Tag machen, aber heute bin ich ganz und gar nur für Ihre Fragen da. Nutzen Sie dazu den unten stehenden Link "Hinterlasse einen Kommentar".

Als Anregung: Mögliche Themenbereiche könnten z.B. Bewusstseinszustand, Suggestion, Gedächtnis, Konzentration, Entspannung, Unbewusstes, Gefahren, Begriffe, Aufmerksamkeit, Persönlichkeiten oder Selbsthypnose sein.

Und wenn Sie selbst einen Blog oder eine Homepage zum Thema Hypnose besitzen, können Sie diese auch gerne beim Kommentar hinterlassen!

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