
Tai-Chi, Qi-Gong und Akupunktur etc. sind Systeme, die mit Energien arbeiten sollen. Akupunktur beispielsweise strebt dabei die Heilung des ganzen Menschen an und möchte den Körper, den Geist und die Seele beeinflussen. Besonders interessant für mich ist dabei die Feststellung, dass verschiedene Akupunkturpunkte durch Lenkung der Energie „
shen“ direkt auf das Bewusstsein des Behandelten abzielen (vgl. dtv-Atlas Akupunktur, S.23, unten, Nr.5). Ich verstehe das Ganze also so, dass
das Bewusstsein proportional zu unserer Energie ist, bzw. ihrer Verfügbarkeit entsprechend.
Die natürliche Entwicklung des Menschen sieht ja so aus, dass die Energien sich in der Kindheit und Jugend erst mal aufbauen müssen. Im Alter werden diese Energien nach und nach weniger, was sich vor allem äußerlich in der zunehmenden Mobilitätsverringerung zeigt. Innerlich treten auch Veränderungen auf, so z.B. indem einzelne Organe nicht mehr ganz harmonisch arbeiten. In diesem Zusammenhang scheint es mir durchaus zutreffend zu sein, dass durch den Energieabbau auch entsprechend das Bewusstsein abnimmt bzw. verändert wird (und vielleicht verliert dadurch für viele ältere Menschen der Tod auch seinen Schrecken?)
Unabhängig von den bisherigen Überlegungen sehe ich allerdings noch eine weitere, mindestens ebenso starke Regulierungskraft auf das Bewusstsein einwirken: Die Antwort auf die Frage,
was man selber für möglich hält und was nicht. Das ist gewissermaßen eine generelle Einstellung zum Leben. Diese Einstellung übernehmen wir mehr oder weniger bewusst von den Menschen unserer unmittelbaren Umgebung (z.B. Eltern, Verwandte, Idole, Lehrer, Freunde etc.). Leider wird diese Einstellung nur selten hinterfragt. Das führt m.E. dazu, dass der Mensch, meinem Schaubild Nr.1 entsprechend, im Durchschnitt eine linsenförmige Bewusstseinsausprägung im Laufe seines Lebens durchläuft. Am Anfang, wenn wir auf die Welt kommen, beginnt sich unser Bewusstsein quasi trichterförmig auszuweiten. Dann, wenn wir unser unter normalen Bedingungen voll entwickeltes Bewusstsein erreicht haben, bewegen wir uns relativ gleichförmig, d.h. ohne große Bewusstseinsprünge, um dann, gegen Ende des Lebens, wieder in einem „Bewusstseinstrichter“ zu münden. Dann allerdings ist der Trichter umgekehrt, wie in der Kindheit. Die generelle Lebenseinstellung begrenzt in den meisten Fällen die Bewusstseinsausgestaltung des Menschen. Schon die bekannte Unterteilung der Menschheit in Optimisten und Pessimisten macht dies deutlich.
Nun kann man sicher vieles tun, um das Bewusstsein zu „erweitern“: Yoga, Meditation, Kontemplation, Psychotherapie, geistlich leben etc. . Die Methode richtet sich sicher mehr nach dem eigenen Geschmack. Hier kann Hypnose aber auch sehr viel helfen, zumal nach meiner Meinung alle Bewusstseinsschulungen nur in unterschiedlichem Gewand daherkommen. Mein Schaubild Nr.2 soll ein verändertes Bewusstsein durch eine günstigere Lebenseinstellung darstellen: Nach dem Trichter der Jugend angewandt (s. erste blaue Linie), bewirkt die Hypnose eine sofortige Ausdehnung des Bewusstseins und kann auch das ganze Leben überdurchschnittlich bleiben. Denn schon die natürlichen Erfahrungen werden dies stützen. Und sogar der „Alters-Bewusstseins-Trichter“ kann stark aufgeweitet werden, weil selbst körperliche und energetische Abläufe erfasst und beeinflusst werden.
