Archiv für: Januar 2008

29.01.08

Der Namensvater von Hypnose

Hypnos (lat. Somnus) ist in der griechischen Mythologie der Gott des Schlafes und der Bruder des Todes (gr. Thanatos). Die Nacht (gr. Nyx) ist seine Mutter. Er wird auf vielen Bildern mit Flügeln auf der Schläfe dargestellt. Seine Kinder sind:

  • Morpheus, hatte die Fähigkeit jedermanns Gestalt und Stimme nachzuahmen
  • Phobetor, konnte sich in jedes Tier verwandeln
  • Phantasos, konnte sich in die fantastischsten Dinge verwandeln

25.01.08

Leben ist Bewusstsein

Tai-Chi, Qi-Gong und Akupunktur etc. sind Systeme, die mit Energien arbeiten sollen. Akupunktur beispielsweise strebt dabei die Heilung des ganzen Menschen an und möchte den Körper, den Geist und die Seele beeinflussen. Besonders interessant für mich ist dabei die Feststellung, dass verschiedene Akupunkturpunkte durch Lenkung der Energie „shen“ direkt auf das Bewusstsein des Behandelten abzielen (vgl. dtv-Atlas Akupunktur, S.23, unten, Nr.5). Ich verstehe das Ganze also so, dass das Bewusstsein proportional zu unserer Energie ist, bzw. ihrer Verfügbarkeit entsprechend.

Die natürliche Entwicklung des Menschen sieht ja so aus, dass die Energien sich in der Kindheit und Jugend erst mal aufbauen müssen. Im Alter werden diese Energien nach und nach weniger, was sich vor allem äußerlich in der zunehmenden Mobilitätsverringerung zeigt. Innerlich treten auch Veränderungen auf, so z.B. indem einzelne Organe nicht mehr ganz harmonisch arbeiten. In diesem Zusammenhang scheint es mir durchaus zutreffend zu sein, dass durch den Energieabbau auch entsprechend das Bewusstsein abnimmt bzw. verändert wird (und vielleicht verliert dadurch für viele ältere Menschen der Tod auch seinen Schrecken?)

Unabhängig von den bisherigen Überlegungen sehe ich allerdings noch eine weitere, mindestens ebenso starke Regulierungskraft auf das Bewusstsein einwirken: Die Antwort auf die Frage, was man selber für möglich hält und was nicht. Das ist gewissermaßen eine generelle Einstellung zum Leben. Diese Einstellung übernehmen wir mehr oder weniger bewusst von den Menschen unserer unmittelbaren Umgebung (z.B. Eltern, Verwandte, Idole, Lehrer, Freunde etc.). Leider wird diese Einstellung nur selten hinterfragt. Das führt m.E. dazu, dass der Mensch, meinem Schaubild Nr.1 entsprechend, im Durchschnitt eine linsenförmige Bewusstseinsausprägung im Laufe seines Lebens durchläuft. Am Anfang, wenn wir auf die Welt kommen, beginnt sich unser Bewusstsein quasi trichterförmig auszuweiten. Dann, wenn wir unser unter normalen Bedingungen voll entwickeltes Bewusstsein erreicht haben, bewegen wir uns relativ gleichförmig, d.h. ohne große Bewusstseinsprünge, um dann, gegen Ende des Lebens, wieder in einem „Bewusstseinstrichter“ zu münden. Dann allerdings ist der Trichter umgekehrt, wie in der Kindheit. Die generelle Lebenseinstellung begrenzt in den meisten Fällen die Bewusstseinsausgestaltung des Menschen. Schon die bekannte Unterteilung der Menschheit in Optimisten und Pessimisten macht dies deutlich.

Nun kann man sicher vieles tun, um das Bewusstsein zu „erweitern“: Yoga, Meditation, Kontemplation, Psychotherapie, geistlich leben etc. . Die Methode richtet sich sicher mehr nach dem eigenen Geschmack. Hier kann Hypnose aber auch sehr viel helfen, zumal nach meiner Meinung alle Bewusstseinsschulungen nur in unterschiedlichem Gewand daherkommen. Mein Schaubild Nr.2 soll ein verändertes Bewusstsein durch eine günstigere Lebenseinstellung darstellen: Nach dem Trichter der Jugend angewandt (s. erste blaue Linie), bewirkt die Hypnose eine sofortige Ausdehnung des Bewusstseins und kann auch das ganze Leben überdurchschnittlich bleiben. Denn schon die natürlichen Erfahrungen werden dies stützen. Und sogar der „Alters-Bewusstseins-Trichter“ kann stark aufgeweitet werden, weil selbst körperliche und energetische Abläufe erfasst und beeinflusst werden.

22.01.08

Autopilot oder Kapitän ?

Die Fremd-Hypnose ist allgemein verläßlicher und wirksamer als die Selbst-Hypnose. Die Ursache ist die andere Vertrauensbasis. Und zwar möchte man sichergestellt wissen, dass der Vorgang der Induktion und der Ablauf der Hypnose einer logisch orientierten Überwachung unterstellt ist. Dabei scheint diese Art von Überwachung sogar dann noch besser als Selbst-Hypnose zu sein, wenn die Kontrolle von einem Fremden ausgeübt wird. Das ist auch naheliegend, wie ich in folgendem Beispiel deutlich machen möchte: wenn man Flugpassagiere fragt, ob sie lieber von  einem echten Flugkapitän oder von einem Super-Autopiloten zum Ziel gebracht werden möchten, fällt die Antwort immer zu Gunsten des Kapitäns aus. Der Autopilot handelt, auch wenn er super ist, weitgehend autonom und ist nicht einmal entfernt menschenähnlich. Unser Unbewusstes gibt uns ständig Rätsel auf und macht oft scheinbar unberechenbar, was es will. Das wirkt  nicht gerade vertrauenserweckend.

19.01.08

Unbekannte Bereiche der Hypnose?

Vor sich sehen Sie eine Grafik, die sichtbar macht, dass Hypnose eine Entwicklung unter Kontinuität ist. Mit anderen Worten: Hypnose entwickelt sich nicht so, dass plötzlich äußerlich erkennbare Phänomene auftreten. Nimmt man die typische Bühnen- bzw. Fernsehhypnose, könnte man diesem Irrglauben erliegen. Tatsächlich ist es so, dass die öffentlich bekannte Hypnose sich irgendwo im mittleren Bereich der dargestellten roten Linie befindet (siehe Hypnose-Intensität). Es stellt sich die Frage: Was genau geschieht jedoch im unteren bzw. oberen Bereich der roten Linie? Und sind diese beiden Bereiche überhaupt wichtig?

Beispielsweise betrachten wir nun die beiden blauen Linien: Die (Selbst-)Induktionsdauer beträgt wie z.B. bei einer Alltagstrace nur einen kleineren Moment. Daher sind die typischen Phänomene einer Hypnose nur schwer oder fast nicht zu sehen. Zu diesem "Mini-Hypnose-Bereich" gehören so auch z.B. einfache Vorgänge wie das Erinnern, Nachdenken, Tischgebet, Autogenes Training und sportliche Betätigungen. Trotz der geringen Sichtbarkeit der Hypnose darf dieser Bereich nicht unterschätzt werden: Es ist die Tür zur Hypnose und jede Geste, jedes Wort und jeder Gedanke sowie jede selbsterfüllende Prophezeihung zählt.

Aber was befindet sich jeneits des bekannten, mittleren Hypnosebereichs? Könnten da Phänomene angesiedelt sein wie Apathie, Katatonie oder gar Koma?

16.01.08

Spiegelgeschichte Nr. 7: "Chance vertan"

Eine Frau mittleren Alters, Naturwissenschaftlerin, war der Liebe ihres Lebens begegnet. Nur wusste sie das damals nicht, ja, sie war sich sogar sehr unsicher, weil sie vorher keine "richtige" Liebe kennengelernt hatte. Diese Gefühle waren so unbekannt und heftig, dass die Frau ihre Mutter um Rat fragte. Und die Mutter empfahl ihr, diese Liebe nicht zum Mittelpunkt ihres Lebens zu machen, sondern ihre Energien vor allem auf ihre Karriere auszurichten. Der Rest würde sich schon finden. Leider verlosch die Liebe dadurch doch bald und es blieben nur verklärte Erinnerungen. Nach und nach aber entwickelte sich bei dieser Frau ein tiefer Groll und später sogar Hass gegen die Mutter und sie verwendete über viele Jahre all ihre Energie und Aufmerksamkeit darauf - und übersah all die folgenden, wunderbaren Begegnungen.

06.01.08

Angebot für Masseure und Masseurinnen

Zum Jahreswechsel habe ich mir, wie auch sicher eine Masse anderer Menschen, etwas Neues vorgenommen. Wie sich manche von Ihnen erinnern können, schrieb ich vor einiger Zeit über mein entwickeltes System der Hypnotische Massage-Erweiterung (HME).

Ich freue mich bekannt geben zu können, dass ich ab sofort eine zweitägige HME-Ausbildung bundesweit für Sie anbieten kann. Hierbei vermittle ich Ihnen alles Wissen über die HME wie auch das dafür notwendige Verständnis einer grundlegenden Hypnose. Auch in der praktischen Umsetzung werde ich Sie innerhalb einiger Übungsstunden unter meiner betreuendenden Aufsicht unterrichten.

Für Fragen und Kontaktaufnahme bitte hier klicken.

04.01.08

Welthypnosetag

Verehrte Leser!

Ich möchte den Welthypnosetag dazu nutzen, dass Sie mir Fragen stellen können. Natürlich können Sie das auch an jedem anderen Tag machen, aber heute bin ich ganz und gar nur für Ihre Fragen da. Nutzen Sie dazu den unten stehenden Link "Hinterlasse einen Kommentar".

Als Anregung: Mögliche Themenbereiche könnten z.B. Bewusstseinszustand, Suggestion, Gedächtnis, Konzentration, Entspannung, Unbewusstes, Gefahren, Begriffe, Aufmerksamkeit, Persönlichkeiten oder Selbsthypnose sein.

Und wenn Sie selbst einen Blog oder eine Homepage zum Thema Hypnose besitzen, können Sie diese auch gerne beim Kommentar hinterlassen!

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