Vor sich sehen Sie eine Grafik, die sichtbar macht, dass Hypnose eine Entwicklung unter Kontinuität ist. Mit anderen Worten: Hypnose entwickelt sich nicht so, dass plötzlich äußerlich erkennbare Phänomene auftreten. Nimmt man die typische Bühnen- bzw. Fernsehhypnose, könnte man diesem Irrglauben erliegen. Tatsächlich ist es so, dass die öffentlich bekannte Hypnose sich irgendwo im mittleren Bereich der dargestellten roten Linie befindet (siehe Hypnose-Intensität). Es stellt sich die Frage: Was genau geschieht jedoch im unteren bzw. oberen Bereich der roten Linie? Und sind diese beiden Bereiche überhaupt wichtig?
Beispielsweise betrachten wir nun die beiden blauen Linien: Die (Selbst-)Induktionsdauer beträgt wie z.B. bei einer Alltagstrace nur einen kleineren Moment. Daher sind die typischen Phänomene einer Hypnose nur schwer oder fast nicht zu sehen. Zu diesem "Mini-Hypnose-Bereich" gehören so auch z.B. einfache Vorgänge wie das Erinnern, Nachdenken, Tischgebet, Autogenes Training und sportliche Betätigungen. Trotz der geringen Sichtbarkeit der Hypnose darf dieser Bereich nicht unterschätzt werden: Es ist die Tür zur Hypnose und jede Geste, jedes Wort und jeder Gedanke sowie jede selbsterfüllende Prophezeihung zählt.
Aber was befindet sich jeneits des bekannten, mittleren Hypnosebereichs? Könnten da Phänomene angesiedelt sein wie Apathie, Katatonie oder gar Koma?
