Archiv für: Juni 2008

15.06.08

Der Glaube des Hypnotiseurs

Bei der Ausübung von Hypnose sind sicher sehr viele Dinge zu beachten. Dazu zählt vor allem auch die Erwartungshaltung des Hypnotiseurs. Denn nach einem Vortrag von Herrn R. Wilkinson in der American Academy of Environmental Medicine („Effective Clinical Use of the Placebo Effect“, Tucson, Arizona, 1995) haben alle Hypnotiseure erstaunlich viel Verantwortung:

„Selbst Mäuse reagierten auf harmlosen Süßstoff mit dem Wachstum von Krebsgeschwulsten, wenn sie entweder

1. vorher ein- oder mehrmals gleichzeitig den gleichen Süßstoff und ein krebserregendes Mittel zu sich nahmen oder
2. wenn der Untersucher glaubte, dass er den Mäusen ein krebserregendes Mittel gab (obwohl es nur Süßstoff war).

Glaubte der Untersucher, dass er den Mäusen nur Süßstoff gab, obwohl es ein krebserregendes Mittel war, entwickelten sie keine Tumoren! Dies zeigt uns, wie sehr die Einstellung des Therapeuten an dem Erfolg oder Misserfolg einer Behandlung beteiligt sein kann. […] Die innere Haltung und der Glaube des Arztes an seine Behandlung wird zu einem wichtigen Inhaltsstoff des verordeten Medikaments.“
(Dr. med. Dietrich Klinghardt; Lehrbuch der Psychokinesiologie)

Wichtige Wortwahl?

Vielleicht ist Ihnen, liebe Leser, auch schon einmal aufgefallen, dass fast alle Hypnotiseure die Trance dadurch verstärken wollen, indem sie von „Tiefe“ sprechen. D.h. die Trance soll durch mehrmaliges „Vertiefen“ solider, besser etc. werden. Meines Erachtens handelt es sich hierbei um einen falschen Sprachgebrauch, da es sich tatsächlich um innere Vorstellungen handelt und nicht um ein „Tiefergehen“ (im räumlichen Sinne). Deshalb empfehle ich den Begriff der Intensität einzusetzen und entsprechend auszuarbeiten, z.B.:

„Sie gehen an einem Strand entlang und schauen dabei in verschiedene Richtungen. Zunächst nehmen Sie einen wunderschönen, tiefblauen Himmel wahr, unter dem sich Möwen vom Wind tragen lassen. Sie hören eine Möwe schreinen und gleichzeitig ihre eigenen Gehgeräusche im Sand. Deshalb schauen Sie jetzt nach unten und bewundern den trockenen, weißgoldenen Sand, auf dem verschiedene Muscheln zu sehen sind. Gleichzeitig bemerken Sie den starken Salzgehalt einer angenehmen, kühlen Brise und die Richtung dieses sanften Windes. Weil Ihnen ein Seestern sehr gut gefällt, heben Sie diesen auf und betrachen ihn genauer. Sie vergessen dabei rundherum alles und konzentrieren sich auf die winzigsten Elemente, Höhen und Tiefen des Seesterns. Und Sie genießen diesen Augenblick des vollkommenen, reinen Erlebens.“

Hypnose Blog

Neue Infos, die Sie nicht verpassen sollten.

Juni 2008
Mo Di Mi Do Fr Sa So
 << < Aktuell> >>
            1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30            
Buchen sie mich!

Suche

Sonstiges

Blogdienste

bloggerei.de
Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen
Add to Technorati Favorites
del.icio.us
LinkARENA - Web 2.0 Social Bookmarking Service

Other Bookmarks:
AddThis Social Bookmark Button

powered by b2evolution free blog software