Der Glaube des Hypnotiseurs

15.06.08

Der Glaube des Hypnotiseurs

Bei der Ausübung von Hypnose sind sicher sehr viele Dinge zu beachten. Dazu zählt vor allem auch die Erwartungshaltung des Hypnotiseurs. Denn nach einem Vortrag von Herrn R. Wilkinson in der American Academy of Environmental Medicine („Effective Clinical Use of the Placebo Effect“, Tucson, Arizona, 1995) haben alle Hypnotiseure erstaunlich viel Verantwortung:

„Selbst Mäuse reagierten auf harmlosen Süßstoff mit dem Wachstum von Krebsgeschwulsten, wenn sie entweder

1. vorher ein- oder mehrmals gleichzeitig den gleichen Süßstoff und ein krebserregendes Mittel zu sich nahmen oder
2. wenn der Untersucher glaubte, dass er den Mäusen ein krebserregendes Mittel gab (obwohl es nur Süßstoff war).

Glaubte der Untersucher, dass er den Mäusen nur Süßstoff gab, obwohl es ein krebserregendes Mittel war, entwickelten sie keine Tumoren! Dies zeigt uns, wie sehr die Einstellung des Therapeuten an dem Erfolg oder Misserfolg einer Behandlung beteiligt sein kann. […] Die innere Haltung und der Glaube des Arztes an seine Behandlung wird zu einem wichtigen Inhaltsstoff des verordeten Medikaments.“
(Dr. med. Dietrich Klinghardt; Lehrbuch der Psychokinesiologie)

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Kommentar von: André Loibl [Besucher] Email · http://www.changenow.de
Hallo Gerd,

die Verantwortung für unsere Welt geht viel weiter als wir oft meinen...
Dazu gibt es eine tolle Geschichte:

"Vor zwei Jahren hörte ich von einem Therapeuten in Hawaii, der eine ganzen Trakt geistig kranker Krimineller geheilt hatte – ohne je einen von ihnen gesehen zu haben. Der Psychologe befasste sich mit den Unterlagen eines Insassen und schaute dann auf sich selbst, wie er die Krankheit jener Person erschaffen hatte.

Indem er an sich selbst arbeitete, verbesserte sich der Zustand des Patienten.
Als ich diese Geschichte zum ersten Mal hörte, dachte ich, sie sei eine urbane Legende. Wie könnte jemand einen anderen dadurch heilen, dass er sich selbst heilte? Wie könnte selbst der beste Selbst-Verbesserungs-Meister einen kranken Kriminellen heilen? Es ergab keinen Sinn. Es war nicht logisch, so wandte ich mich von der Geschichte wieder ab.
Ein Jahr später hörte ich wieder davon. Ich hörte, dass der Therapeut einen Hawaiianischen Heilprozess namens Ho’oponopono angewandt hatte. Ich hatte noch nie davon gehört, aber es ging mir nicht mehr aus dem Sinn. Wenn die Geschichte wirklich wahr wäre, dann musste ich mehr darüber wissen. Ich hatte unter „totaler Verantwortung“ immer verstanden, dass ich dafür verantwortlich bin, was ich denke und tue. Alles, was darüber hinaus geht, ist nicht mehr in meiner Hand. Ich glaube, die meisten Menschen teilen diese Ansicht über totale Verantwortlichkeit.
Wir sind verantwortlich dafür, was wir tun, nicht dafür, was jemand anderer tut - aber das ist falsch.

Der Hawaiianische Therapeut, der jene geistig kranken Menschen geheilt hatte, lehrte mich eine fortgeschrittene neue Perspektive zu totaler Verantwortung. Er heißt Dr. Ihaleakala Hew Len. Bei unserem ersten Telefonat sprachen wir wahrscheinlich eine Stunde lang. Ich bat ihn, mir die gesamte Geschichte von seiner Arbeit als Therapeut zu erzählen.
Er berichtete, dass er seit vier Jahren am „Hawaii State Hospital“ arbeitete.
Die Station, wo die geisteskranken Kriminellen untergebracht waren, war gefährlich.
Die Psychologen hatten durchschnittlich monatlich gekündigt. Das Personal war häufig krank oder kündigte ebenfalls nach kurzer Zeit. Die Leute gingen mit dem Rücken zur Wand durch diese Station, weil sie Angst hatten, von den Patienten attackiert zu werden. Es war kein angenehmer Ort, weder um dort zu leben, noch dort zu arbeiten oder auf Besuch zu kommen.
Dr. Len erzählte mir, er würde die Patienten nie sehen. Er hatte ein Büro und dort sah er ihre Unterlagen durch. Während er sich damit beschäftigte, arbeitete er an sich selbst. Und indem er an sich selbst arbeitete, begannen die Patienten gesund zu werden.
Nach ein paar Monaten konnten Patienten, die zuvor angekettet waren, frei herumlaufen, erzählte er mir. Andere, die schwere Medikamente zu sich genommen hatten, konnten von den Medikationen herunter kommen. Und jene, die nie eine Chance auf Freilassung hatten, wurden freigelassen.
Ich staunte.
Aber nicht nur das, fuhr er fort, das Personal begann an der Arbeit Gefallen zu finden.
Die häufige Abwesenheits- und Kündigungsfälle verschwanden. Schließlich hatten wir mehr Personal, als wir brauchten, denn Patienten wurden entlassen und das gesamte Personal war stets da. Heute ist diese Station geschlossen.

An diesem Punkt musste ich die Millionen-Dollar-Frage stellen:
Was taten Sie mit sich, das die Veränderung an den Leuten verursachte?
Ich heilte ganz einfach den Teil in mir, der dies kreiert hatte, sagte er.
Ich verstand nicht. Dr. Len erklärte, totale Verantwortlichkeit für dein Leben bedeute, dass alles in deinem Leben – einfach aus dem Grund, weil es in deinem Leben ist – deiner Verantwortung unterstünde. In einem buchstäblichen Sinn ist die ganze Welt deine Schöpfung.
Wow! Das ist harte Kost. Für das, was ich sage oder tue, verantwortlich zu sein, ist eine Sache. Für das, was jemand anderer in meinem Leben sagt oder tut, verantwortlich zu sein, ist allerdings eine andere Sache. Die Wahrheit aber ist: Wenn du vollkommene Verantwortung für dein Leben übernimmst, dann ist alles, was du siehst, hörst, schmeckst, berührst oder in irgendeiner Weise erfährst, in deiner Verantwortung, weil es dein Leben ist. Das heißt, die Handlungen von Terroristen, vom Präsidenten, die Wirtschaft oder jegliches, das du erfährst und nicht leiden kannst – es liegt an dir, es zu heilen. Sie existieren nicht, außer als Projektionen deines Inneren. Das Problem liegt nicht bei den anderen, sondern bei dir, und um sie zu verändern, musst du dich verändern.
Ich weiß, dass dies schwierig zu begreifen, geschweige denn zu akzeptieren oder tatsächlich zu leben ist. Jemand anderen zu beschuldigen ist sehr viel leichter als totale Verantwortung, aber während ich mit Dr. Len sprach, begann ich zu erkennen, dass Heilung für ihn und in der Sicht des Ho’opono bedeutet, sich selbst zu lieben.
Wenn du dein Leben verbessern möchtest, musst du dein Leben heilen. Wenn du jemand anderen heilen möchtest, sogar einen geisteskranken Kriminellen, dann tust du es, indem du dich selbst heilst.
Ich fragte Dr. Len, wie er mit sich selbst arbeitete.
Was konkret tat er, wenn er die Unterlagen seiner Patienten durchsah?
Ich sagte die ganze Zeit über bloß: „Es tut mir leid“ und „Ich liebe dich“. Immer und immer wieder, erklärte er.
Ist das alles?
Das ist alles.
Es zeigt sich, dass dich selbst zu lieben der beste Weg ist, dich selbst zu verbessern, und indem du dich selbst besserst, besserst du die Welt.
Lassen Sie mich ein kleines Beispiel bringen, wie dies funktioniert: Eines Tages erhielt ich von jemandem ein Email, das mich ärgerte. In der Vergangenheit wäre ich so damit umgegangen, dass ich erforscht hätte, welche emotionalen Knöpfe es in mir gedrückt hatte, oder dass ich mit der Person, die die ärgerliche Botschaft gesandt hatte, argumentiert hätte.
Diesmal entschied ich Dr. Len’s Methode auszuprobieren. Ich begann, einfach im Geist die Worte „Es tut mir leid“ und „Ich liebe dich“ zu wiederholen. Ich sagte es zu niemand Bestimmtem. Ich rief damit einfach den Geist der Liebe an, in mir das zu heilen, was den äußeren Umstand erschaffen hatte.
Innerhalb einer Stunde erhielt ich ein Email von derselben Person. Er entschuldigte sich für seine vorherige Nachricht.
Man beachte, dass ich keine äußere Handlung gesetzt hatte, um diese Entschuldigung zu erhalten. Ich hatte nicht einmal zurück geschrieben. Stattdessen heilte ich durch die Worte „Ich liebe dich“, irgendwie das in mir, was ihn erschaffen hatte.
Später besuchte ich einen Ho’oponopono-Workshop bei Dr. Len. Er ist nun 70 Jahre alt, wird als großväterlicher Schamane gesehen und ist ziemlich eremitisch.
Er lobte mein Buch („Der Anziehungsfaktor“). Er sagte, wenn ich selbst mich verbessere, würde die Schwingung meines Buches auch steigen, und alle LeserInnen könnten dies auch fühlen. Kurz gesagt, wenn ich mich verbessere, werden auch meine LeserInnen sich verbessern.
Und was ist mit den Büchern, die bereits verkauft und irgendwo da draußen sind?, fragte ich.
Sie sind nicht da draußen, sagte er und brachte mich wieder einmal mit seiner mystischen Weisheit zum Staunen. Sie sind immer noch in dir. Es gibt kein „da draußen“. Es würde ein ganzes Buch brauchen, um diese fortgeschrittene Technik in der Tiefe, die sie verdient, zu erklären.
Für hier mag es genügen zu sagen, dass es für alles, was du in deinem Leben verändern möchtest, nur einen einzigen Platz gibt, wo du schauen musst: IN DIR. Wenn du schaust, tu es mit Liebe."

Dieser Artikel wurde von Dr. Joe Vitale verfasst und von Verena Sautner übersetzt.

Wenn wir uns unserer wirklichen Verantwortung für unser Leben bewußt werden (wie innen so außen), dann gibt es wundervolle Wege, sich selbst und die Welt zu heilen... :-)

Ich wünsche Dir noch einen tollen Tag und sende Dir einen ganz lieben Gruß! :-)

André

PermalinkPermalink 15.07.08 @ 12:10

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