Archiv für: 2009

23.12.09

Brennendes

So langsam kommt die Zeit, sich Gedanken über das neue Jahr zu machen:

Habe ich Erwartungen, Pläne oder schon feste Termine? Wie ernst nehme ich meine Gedanken in dieser Hinsicht, d.h. bewege ich mich sehr detailliert und intensiv in die zukünftigen Situationen hinein oder schaue ich nur flüchtig hin und sage dazu vielleicht: „Ach, das kommt ja doch wie es will.“ (Achtung: Suggestion)?. Oder habe ich sogar einen brennenden Wunsch für das nächste Jahr? Einen brennenden Wunsch, der mich alle Vernunft vergessen lässt, einer, den ich mir einfach so wünsche, wie ein Kind, und der mir die Freude und Kraft gibt, es mir trotz aller Gründe, die dagegen sprechen, aus voller Seele zu wünschen? Vielleicht ein Wunsch, von dem ich jetzt schon weiß, wie glücklich mich seine Erfüllung machen würde, weil ich mir das schon jetzt in allen Einzelheiten vorstellen und erfühlen kann und weil ich mir schon jetzt gestatte, dieses zukünftige Glück mit allen Sinnen und schon hier und jetzt zu empfinden und zu genießen (Achtung: Selbsthypnose).

Wenn das der Fall ist, empfehle ich Ihnen, sich noch heute mit diesem brennenden Wunsch für 2010 zu befassen. Erleben und genießen Sie dessen Erfüllung innerlich schon jetzt möglichst oft und beobachten Sie, wenn Sie wollen: mit Staunen, wie das Ihr ganzes Leben schon jetzt positiv verändert. Und versuchen Sie sich all dessen gleichzeitig möglichst bewusst zu sein. Hypnotisch handelt es sich dabei um eine imaginierte Selbsterfüllende Prophezeiung – wie Sie sicher wissen – ein wunderbares Instrument. Das ist meines Erachtens eine der vielen Möglichkeiten, die wir Menschen schon „im Paradies“ (d.h. das menschliche Potential) zur Verfügung hatten, bevor wir uns selbst von dort vertrieben hatten und das noch besiegelten, indem wir die paradiesischen Zustände später als „Unsinn“ abtaten und unser Leben im geistigen Exil durch routinierte Einseitigkeiten zementierten. Ich wünsche all meinen Blog-Leserinnen und -Lesern von Herzen brennende Wünsche, frohe Festtage, ein im obigen Sinne glückliches Neues Jahr und uns allen die (Wieder-)Entdeckung weiterer paradiesischer Fähigkeiten (Achtung: Text insgesamt eine Prozessinduktionstendenz).

05.12.09

Affirmations-Jingle

Man nehme zum einen eine möglichst individuelle und bestens zum Problem passende Affirmation, zum anderen eine hübsche, aufmunternde Melodie und „verwurschtelt“ beides  miteinander. Rauskommen soll dann so was wie ein Refrain von einem beliebten Lied, nur eben inhaltlich durch Ihren Nutztext "verbessert". Nach meinen Erfahrungen lässt sich so jede Affirmation viel länger wiederholen bzw. beibehalten und unsere innere Stimme ist oft davon derart angetan, dass sie mit ihrer üblichen Kritik gerne mal eine Zeit lang aussetzt.  Aufgefallen ist mir, dass Text und Melodie sogar besser wirken können, wenn sie nicht perfekt zusammenpassen. Sie können Ihr Werk also ruhig relativ unprofessionell gestalten - Hauptsache ist, es macht Ihnen Spaß und es wirkt! Experimentieren Sie damit ein wenig und vielleicht teilen Sie mir Ihre Erfahrungen mal kurz mit.

16.11.09

+ Neuigkeiten +

Neu auf Hypnose Blog:


Beratungsangebote für Berlin und ganz Deutschland
jetzt in der neuen Kategorie "Angebote" (siehe auch oben)

Einfach mal neugierig sein und reinschauen!

25.10.09

Innere Neu-Ausrichtung

Manchmal kommt man in Lebenssituationen, in denen man regelrecht gefangen ist, weil sie sehr bedrohlich, belastend und lähmend wirken und man einfach keinen Ausweg finden kann. Dieser hypnotischen Situation kann dann entronnen werden, wenn man bereit ist, einem neuen und anderen Weg zu folgen. Mein angefügter Text soll so ein Hilfsweg sein. Wer möchte, der sollte ihm möglichst oft laut lesen, vielleicht dabei auch ganz automatisch seinem eigenen „Geschmack“ anpassen:

Nachdem ich meine überaus belastende Situation immer wieder und wieder sehr gewissenhaft durchdacht habe, weiß ich nun mit Sicherheit, dass ich auf diese Art keine Lösung für mein Problem finden kann. Und deswegen richte ich jetzt meine gesamte, gedankliche Aufmerksamkeit mit aller Kraft allein auf mein Ziel aus. Und während ich also mein Ziel ganz klar sehe und deutlich fühlen kann, erwarte ich mit großem Vertrauen und mit Vorfreude ganz neue Informationen und innere Impulse, die mir helfen können, mein Ziel direkt zu erreichen. Und so sehe ich mich also jetzt innerlich ganz und gar mit angenehmen Gefühlen und schönen Gedanken am Ziel meiner Wünsche und bin weit offen für alles Gute, was zu mir kommt. Und deshalb fühle ich mich schon jetzt richtig gut und freue mich auch darüber, dass ich schon wieder hinzulernen konnte!

16.10.09

Alkoholsucht und HME

Aus einem Zeitungsartikel der Berliner Zeitung („Frei von der Flasche“, 11. Okt. 2009) habe ich erfahren, dass die Wissenschaft in Deutschland zurzeit nach besseren Mitteln forscht, um die Alkoholabhängigen* von ihrer Sucht zu befreien. Dabei wird bisher zwischen so genanntem „Hurra-Trinkern“ und „Sorgen-Trinkern“ unterschieden. Die Erstgenannten trinken demnach, um in einen eher euphorischen Zustand zu kommen, die anderen, um einer negativen Situation zu entkommen. Beide Verhalten zeigen nach meiner Meinung in die gleiche Richtung, befinden sich aber sozusagen an unterschiedlichen Positionen. Beide Verhalten werden von starken, dominanten Gefühlen ausgelöst und begleitet. Und vielleicht wäre es deshalb am Besten, man würde Alkoholabhängigen auch zuerst auf der Gefühlsebene begegnen und helfen. Dazu gibt es, nach meiner derzeitigen Meinung, kein besseres und umfangreicheres Mittel als Wellness-Massagen. Auch kombiniert mit anderen wichtigen Methoden, z.B. gezielter Entgiftung, ist die Wellness-Massage deutlich zu empfehlen, wobei diese Massage natürlich vorher von evtl. schädlichem Beiwerk bereinigt werden sollte. Um die innere Gefühlswelt dabei noch besser zu erreichen, empfehle ich die Unterbringung von suggestiven Elementen, wie nach meiner Methode der HME.

*Gerade geht mir durch den Kopf, dass Brauereien und Brennereien ihr Image wesentlich „aufpäppeln“ könnten, wenn sie die obige Forschung ganz offiziell und massiv finanziell unterstützen würden!

19.08.09

Humorvolles

Ein Hypnotiseur und ein Psychologe treffen sich auf einer Party.

Der Psychologe:
„Sind Sie nicht der Hypnotiseur, der einem bekannten Hypertoniker vor vier Jahren beigebracht hat, sich in Trance zu begeben, um sich zu entspannen, indem er innerlich Tennis spielt? Und das, obwohl er nicht einmal die Regeln kennt?“

Der Hypnotiseur darauf:
„Ja, das stimmt – dann müssen Sie der Psychologe sein, der seitdem mit ihm unentschieden spielt!“

17.08.09

Berufshypnose

Gewohnheiten erleichtern und erschweren das menschliche Leben. Wenn wir uns z.B. an bestimmte Routinen im Beruf gewöhnt haben, die uns und der Arbeit nützen, kann uns das manchmal lange Zeit erfolgreich sein lassen. Tauchen aber irgendwann nach und nach immer mehr Probleme auf und gibt es sogar eines Tages regelrechte Wegsperren und Barrikaden, die wir dann gewohnheitsmäßig mit Druck und noch mehr Druck irgendwelcher Art (kann auch mit Tabletten sein, (Selbst-)Geschenken oder was auch immer) überwinden wollen, dann sollten wir uns langsam bewusst werden, dass unsere Gewohnheiten nicht mehr passen. Dann sollten wir uns, ja, müssen wir uns besser oder neu ausrichten, wenn wir ein sicheres Scheitern abwenden wollen! Durch so eine Neuanpassung haben wir wieder alle Vorteile auf unserer Seite: Wir fühlen uns wieder gut, unsere Erfahrungen sind weiter nutzbar, wir gehören weiter dazu und wir können weiter „Etwas bewegen“. Sind wir aber gescheitert, steht einer solchen Neuanpassung trotzdem nichts im Wege, es sei denn, wir selber, weil wir z.B. immer noch so handeln und denken, wie sonst. Tatsächlich können wir da anknüpfen, wo wir „aufgehört wurden“, wenn wir wollen und offen dafür sind, uns neu anpassen und später manchmal mit noch mehr Power wieder durchstarten! Manchmal sind es aber auch ehemals angenehme Berufs-Gewohnheiten, die sich irgendwie so verändert haben, dass sie sich ehr ins Gegenteil gedreht haben und unsere Berufsausübung immer stärker behindern und belasten. Das kann gerade bei gefühlsbegleiteten Berufen sehr lästig werden und zu Verzweiflung und Resignation führen. Für solche und ähnliche Fälle möchte ich hier auf die Hypnose hinweisen: Sie bietet einen sehr weiten Rahmen und jede denkbare Form von Hilfsmitteln und Möglichkeiten, um zu optimalen, individuellen Lösungen kommen zu können. Schon eine leichte, hypnotisch geleitete Entspannung bewirkt oft sofort spürbare Verbesserungen.

Übrigens: Loben Sie ruhig mal die Menschen, die ihrem Beruf gut und engagiert nachgehen ODER AUF DEM WEG DAHIN SIND - es kostet ja nichts und hat gute, weitreichende Wirkungen.

23.07.09

Regenwetter und Erinnerung

„Regenwetter schärft den Verstand. Psychologen der Universität von New South Wales (Australien) befragten 73 Testpersonen nach dem Verlassen eines Geschäfts, ob sie sich an die Auslage auf dem Ladentisch erinnerten. Das Ergebnis: Bei Regenwetter listeten die Studienteilnehmer dreimal so viele Gegenstände auf wie bei Sonnenschein. Die Forscher erklären das damit, dass trübes Wetter auf die Stimmung drücke. Missmutige Menschen nähmen ihre Umgebung aufmerksamer und kritischeren Augen wahr als heitere Zeitgenossen. Aus diesem Grund würden sie sich auch besser an Einzelheiten erinnern.“ (Apotheken Umschau, 1. Juli 2009)

Als ich diesen Text gelesen hatte, meinte ich schon instinktiv, dass das nicht stimmen könnte. Dann dachte ich einen Moment lang nach und kam zu dem Schluss, dass ich das kommentieren sollte:

1.) Missmutige Menschen funktionieren normaler Weise schlechter, als harmonische, glückliche Menschen, nicht besser.
2.) Bei den meisten Menschen löst Regen Entspannung aus (ich bin so einer), wenn es nicht gerade ein Dauerregen ist.
Fazit: Bei den getesteten Personen hat der Regen m. E. Entspannung / Harmonie ausgelöst (nicht Missmut) und die bessere Erinnerung ermöglicht.

Ich möchte den Forschern also raten, das Forschungsergebnis noch einmal zu überprüfen. Aber vielleicht funktionieren Australier anders herum, wie ich das kenne? Vielleicht führen Dauerhitze und Dauerdürre tatsächlich zu radikaler Ablehnung von Regen und Regengeräuschen? Ich jedenfalls empfehle unseren Geschäften und Einkaufszentren dringend: Lasst es nicht so weit kommen in unseren Breitengeraden und setzt endlich, statt irgendwelche drittklassige Musikdudelei, erstklassige Regengeräusche in euren Verkaufsräumen ein – für eine entspannte Kundschaft, entspannte Kinder…..(!!!). Und was meint meine Blog- „Kundschaft“ zu diesem Thema? Vielleicht stellen sich meine verehrten Leserinnen und Leser einfach ein deutliches Regengeräusch vor und schreiben mir mal dazu ein paar entspannte Zeilen? Würde mich freuen!

26.06.09

Spiegelgeschichte Nr. 13 "U-Bahn"

Heike, 60 Jahre alt und schon lange einsam, erinnert sich plötzlich an damals, an die bewusste, ähnliche Situation, wie jetzt, wo sie in der U-Bahn sitzt, auf der vorderen Ecke einer dieser abgewetzten Sitze. Da war sie vielleicht 25, damals, jung eben und alles war voll mit Menschen. So wie jetzt saßen und standen dicht gedrängt die Menschen und schwankten mit der U-Bahnbewegung vor und zurück. Und dann, irgendwann, spürte sie damals erst so ein Kribbeln und dann wurde ihr schnell unangenehm heiß und sie schaute instinktiv nach links oben: Da stand doch irgend so ein „schmieriger“ Typ und glotzte ganz frech und unverhohlen direkt in ihr Dekollete! Gott sei Dank brauchte sie nur noch ein paar Minuten und sie konnte sich nach draußen retten! Und sie erinnert sich noch genau an das verdutzte Gesicht von dem Kerl nach der schallenden Ohrfeige, bevor sie rausstürmte. Aber, warum kommt ihr diese Erinnerung gerade jetzt, obwohl sie zigmal in ähnlicher Situation war und jahrelang war nichts passiert? Bei diesen Gedanken bewegt sie ein wenig die Beine und rutscht ein bisschen auf dem Sitz hin und her. Und als sie dabei den Kopf ein wenig nach links dreht, guckt sie direkt auf eine Männerhose – da steht keine 5 Zentimeter von ihrem Sitzplatz entfernt, neben ihr, doch offensichtlich ein Mann! Natürlich wird Heike plötzlich ganz warm und dieses Kribbeln ist wieder da - unglaublich! Und sie riskiert einen Blick und sieht einen jüngeren Mann, Dreitagebart, wirklich nicht unsympathisch, eigentlich ein Frauenschwarm, denkt sie und schaut wieder weg. Er hatte offensichtlich nicht gemerkt, dass sie ihn angesehen hatte und völlig fasziniert und unverwandt ständig in ihren, zugegebenermaßen etwas gewagten Ausschnitt gesehen. Und das sogar mit einem verträumten Blick, wie Heike meint gesehen zu haben. Und sie denkt noch „Hey, was mache ich hier eigentlich!“ und bringt sich durch ganz zufällige Bewegungen in eine für „Ihn“ bessere Position. Und sie freut sich,  dass die Fahrt noch etwas dauern wird und genießt den Augenblick und dieses wunderbare Kribbeln.

15.06.09

Selbsthypnose optimieren

Meine Tochter ließ sich immer gut hypnotisieren und sie schien die angeleitete Hypnose ebenso auch intensiv und deutlich erleben zu können. Interessanterweise zeigte die Selbsthypnose bei ihr nicht denselben Effekt – im Gegenteil: Es fiel ihr schwer sich auf die inneren Bilder zu konzentrieren oder die körperlichen Sinne in die Visualisierung einzubauen. Das Ergebnis war stets eine kurze, kaum merkbare Hypnose.

Gestern versuchte sie erneut eine „halbwegs gelungene“ Selbsthypnose durchzuführen. Nach den ersten imaginierten Szenen schien ihr Unbewusstes sie plötzlich zum Beginn der Szenerie zurückzudrängen und meine Tochter ging darauf ein. So sah sie die Szene nochmals von Anfang an, dieses mal aber von ihrer eigenen inneren Stimme kommentiert. Ein Beispiel: „Du stehst vor der Tür und nimmst jetzt den Haustürschlüssel in deine Hand. Dann schließt du die Türe auf und drückst die Klinke herunter. In der Wohnung ist es dunkel. Du drehst dich um und schließt die Tür. Dann betätigst du den Lichtschalter, neben dir an der Wand.“ Die Stimme erklang automatisch und begleitete meine Tochter bis zum Ende der Selbsthypnose. Auch nach dieser Übung blieb die Sitzung im Gedächtnis meiner Tochter, die Bilder blieben klar, das Erlebnis fühlte sich realistisch an und die eingebauten Suggestionen schienen ebenso sicher eingebaut zu sein.

Der Gedanke hinter dem Kommentieren der Visualisierung ist der, dass die Aufmerksamkeit des Selbsthypnotisierenden an der Visualisierung „festgetackert“ wird. Jedes einzelne Kommentar zu einer Handlung verankert die Aufmerksamkeit auf dieses Bild und ermöglicht es dem kreativen Teil des Geistes diese Handlung dann mit Sinneswahrnehmungen auszuschmücken – obwohl bei dem Kommentar nicht ein Wort über das Wie verloren wurde: Kein „vor der holzigen Tür“, kein „drückst die kalte Klinke herunter“ oder „neben dir an der weißen Wand“.  Durch den begrenzten Freiraum, den das Kommentieren ohne Attribute gestattet, entfaltet sich die wahre Kraft der imaginierten Bilder. Die Aufmerksamkeit folgt durch den inneren Kommentar dem „Imaginationsgrundriss“ – ohne Unterbrechungen und ohne Störungen. Wem die Selbsthypnose, wie meiner Tochter, eher schwer fällt, der sollte sein Unbewusstes um diese Art des Kommentierens bitten. Das Ergebnis ist nach meiner Meinung identisch mit einer fremdgeleiteten Hypnose.

03.06.09

Synästhet durch Hypnose

Heute stieß ich auf einen sehr interessanten und aktuellen Bericht des Online-Magazins MEDICAL TRIBUNE, in dem es um das Phänomen der Synästhesie geht (d.h. ein Reiz wird mit zwei Sinnen gleichzeitig interpretiert):

"[...] Neuen Studien zufolge ist Synästhesie aber auch erlernbar. So brachte
man vier 'ganz normale' Freiwillige per Hypnose dazu, Nummern mit
Farben zu verbinden. In nachfolgenden Tests benahmen sie sich dann wie
waschechte Synästhetiker."


Skin Touch Hypnose (STH)

Zum Abschluss meiner Hypnoseausbildung in Stuttgart sollte ich eine Kollegin so hypnotisieren, dass sie nichts merkt, wenn ich ihr eine kleine Nadel in den Handrücken stechen würde. Dazu kam mir ganz intuitiv der Gedanke, ihr den Bereich an ihrer rechten Hand, der gemeint war, deutlich zu machen, indem ich sie dort mit einem Finger berührte. Die spätere, anschließende Betäubungswirkung an der Hand der Kollegin war für alle Beteiligten so erstaunlich intensiv und gut, dass mir das damals eigentlich selbst ein wenig rätselhaft war.

In Verbindung mit meinen Bemühungen, die Hypnose verstärkt mit alltäglichem Tun zu verzahnen oder zu verschmelzen, also meinen Entwurf der Hypnotischen Erweiterung weiter auszubauen, möchte ich hiermit nun, nach der Hypnotischen Massage Erweiterung (HME), die Methode der Skin Touch Hypnose (STH) vorstellen: Allgemein ausgedrückt geht es vorrangig darum, die Aufmerksamkeit und das Bewusstsein des zu Hypnotisierenden konkreter und gezielter auf ganz bestimmte Körperstellen ausrichten zu können, um damit dort auch eine intensivere und sicherere Hypnosewirkung gewährleisten zu können. Ganz besonders hilfreich wäre diese Methode für Menschen, die kein ausgeprägtes Körpergefühl oder in diesem Zusammenhang wenig Bewusstsein haben. Übrigens haben erstaunlich viele Menschen ein relativ unterentwickeltes Körperbewusstsein und -gefühl, wie Masseure mir immer wieder bestätigen!

Was muss man also bei der STH machen?
Wenn eine körper-bezogene Hypnose eingesetzt werden soll, wird die betreffende Stelle am Körper des Patienten mit Hilfe eines kleinen Stabes berührt, umrahmt oder sonst wie klar abgegrenzt, dass der Patient genau weiß, welche Körperstelle jetzt gemeint ist. Selbstverständlich geht das nur nach vorheriger Absprache mit dem Patienten und nur an „erlaubten“ Stellen! Und es soll nur so gemacht werden, dass es zwar deutlich ist, aber nicht unangenehm oder sogar schmerzhaft. Ansonsten ist die Hypnose dem Verfahren einfach anzupassen und entsprechend zu induzieren. Hier ein praktisches Beispiel: Jemand klagt über chronische Nackenverspannungen mit regelmäßigen Kopfschmerzen. Will ich nun, dass der Patient seine Aufmerksamkeit auf den betreffenden Bereich ausrichtet und in genau diesen Bereich Wärme und „Lockerheit“ (in den dortigen Muskeln etc.) verwirklicht, ist eine deutliche Ortsvorgabe für die Aufmerksamkeit und das Bewusstsein sehr hilfreich! Und die kann ich dem Patienten gut geben durch das STH-Verfahren:

Ich kläre mit dem Patienten, der sich bereits in einer entspannten Position und evtl. in leichter Hypnose befinden sollte, den betreffenden Bereich ab und mache diesen mit Hilfe eines Stabes für ihn damit deutlich abgegrenzt wahrnehmbar von seiner restlichen Körperumgebung. Dann folgt die Hypnose, die sich leicht nachvollziehbar auf eben diese klar definierte Körperstelle bezieht. Ansonsten wird wieder wie üblich verfahren. Anfügen möchte ich noch, dass ein Sich-Hinein-Finden in die Extremitäten (beim Schaubild die Nr. 1) am Leichtesten empfunden wird, Stellen im Torsobereich am Schwersten (Nr. 3). Der Kopf liegt eher im mittleren Bereich (Nr. 2). Übrigens ließ sich bei einem Versuch im Kieferbereich eine Betäubung überraschend genau induzieren, Wundheilung an derart definierten Bereichen deutlich beschleunigen. Hier kann noch viel getan werden. Offen und noch zu erforschen ist auch, ob und wie weit ggf. innere Organe auf diesem Wege erreicht oder angesprochen und vielleicht einzelne Körperteile oder –regionen gezielt verändert werden können.

30.05.09

Eine starke Hypnose-Affirmation

Ich bin jetzt wie ein starker Magnet und ziehe Tag und Nacht Wohlstand, Gesundheit und Glück an und freue mich, dass mich ALLES fördert, was mir in meinem Leben begegnet !

(Am besten in einer Selbsthypnose mehrmals innerlich sagen)

25.05.09

Gut gemacht, Herr Professor Freud!

Man kann ja nicht alles lesen und deshalb begnügt man sich bisweilen mit dem Hörensagen von anderen, was zwangsläufig oft gleichbedeutend ist mit Halbwissen. So war es bisher auch bei mir beim Thema: Freud und die Hypnose. So habe ich dazu von einigen Seiten vernommen, dass Sigmund Freud die Hypnose wohl in Frankreich kennen gelernt hatte, sich von dieser aber abwendete. Nun neigt wohl jeder aus so einer Auskunft heraus leicht zu den verschiedensten Spekulationen, etwa, dass Freud eben ein schlechter Hypnotiseur gewesen sein müsste oder, dass Enttäuschungen in der Anwendung zu seinem Entschluss geführt haben müssen. Ich möchte dazu noch eine andere Idee beisteuern, die das Ansehen der Hypnose, in diesem Zusammenhang, vielleicht sogar ein wenig aufpolieren kann: Vielleicht hat Professor Freud genau erkannt, dass die von ihm für die Psychoanalyse genutzte Assoziation in Wirklichkeit ein hypnotischer Zustand ist! Es handelt sich m.E. dabei zwar um einen alltäglichen, völlig unspektakulären Hypnosezustand, aber das könnte Freud doch gerade Recht gewesen sein, weil er dadurch nicht in Erklärungsnot kommen musste! Und die Ablenkung von der Thematik „Hypnose“, die selbst heute nicht nur positiv besetzt ist und damals noch wesentlich kontroverser und heftiger diskutiert wurde, gelang ihm perfekt, indem er ihr einfach einen anderen Namen - „Assoziation“ - gab. Gut gemacht, Herr Professor Freud! Anfügen möchte ich hier noch den Hinweis, dass Freud, zumindest in seinen Schriften „Das Unbewusste“ und „Das Ich und das Es“, auch auf Hypnose Bezug genommen hatte, und zwar, um die Existenz und die Wirkweise des Unbewussten zu untermauern (siehe S. Freud „ Das Ich und das Es und andere metapsychologische Schriften“, Fischer Taschenbücher 1978).

21.05.09

Spiegel-Geschichte Nr. 12 "Blackbox"

Als Videos noch „in“ waren, soll sich einmal Folgendes zugetragen haben: Der Leitende Entwicklungsingeneur eines Video-Abspielgeräte-Herstellers nahm einen Prototyp eines brandneuen Abspielgerätes aus der Versuchsabteilung übers Wochenende mit nach Hause. Das superneue Gerät bot die Besonderheit, dass die Bedienung und Steuerung absolut narrensicher und unzerstörbar funktionierte, wie in langen, teuren Testläufen und Härteprüfungen bestätigt wurde. Zuhause muss der Ingenieur das Gerät und seine kleine Tochter wohl eine Zeit lang unbeobachtet gelassen haben – ein „guter“ Fehler, wie sich bald herausstellte: Seine Tochter hatte es irgendwie geschafft, das Gerät total zu blockieren, allein durch eine bis heute geheime Tastenkombination!

Erkenntnis des Tages !!

Manchmal wartet man in schwierigen Situationen auf Zeichen oder Hilfe von Gott. Und es kann passieren, dass man wartet und wartet und man merkt nichts und bekommt keine Hilfe, lange, lange Zeit. Vielleicht, denke ich manchmal, hat Gott keine Lust, uns Fragen zu beantworten, die wir in Wirklichkeit SELBST beantworten können?

19.05.09

Buchführung

Ich glaube, dass es ein nützlicher Hinweis ist, wenn ich heute und an dieser Stelle einmal darauf hinweise, dass alle Menschen die Wohltat der Selbsterfüllenden Prophezeiung in sehr konkreter Form in ihr Leben einbringen können: Durch Lebensplanung.

Im Idealfall nimmt man dazu einen Taschenkalender oder einen der meist deutlich teureren Planer und beginnt sein Leben da schriftlich zu fixieren, wo es fixiert werden kann. Natürlich kann man nicht alles fest planen und in so unsicheren Zeiten, wie heute, erst recht nicht, hat mir jemand dazu gesagt. Aber, ich finde, gerade in solchen Zeiten ist jede Art von verbindlichen Strukturen hilfreich. Wenn man dabei auch mit Flexibilität vorgeht und nach und nach durch entsprechende Übung zur Meisterschaft kommt, kann das ganze Leben und Denken geordneter und besser fließen. Und, was auch ganz schön sein kann, ist, dass man immer mal zurückblättern kann, z. B. um sich über frühere Erfolge zu freuen! Das Übliche ist die Tages- und Wochenplanung, manchmal auch die Stundenplanung.

Mein Tipp an dieser Stelle: Versuchen Sie das Erreichen von Zielen oder das Bewältigen von Irgendwas mit etwas Angenehmem zu verbinden, z. B. erhebende Gefühle (Freude, Glück …) oder belohnen Sie sich einfach mit etwas! Und denken Sie unbedingt daran, auch ganz konkret viele Momente, Stunden oder Tage für Ihre Regeneration und Besinnung etc. einzuplanen! Denn so wie Tag und Nacht zu unserem Leben dazugehören, so müssen neben Arbeit und Anstrengung auch „Glücklichkeitsmomente“ in ausreichendem Umfang da sein! Dazu muss es nicht Hälfte/ Hälfte sein, oft genügt viel weniger, vor allem, wenn man sich diese Zeit dann sehr bewusst und konzentriert schenkt. Das kann, muss aber nicht, immer das Selbe sein. Wenn Sie also (manchmal?) nur durch Vielseitigkeit „loslassen“ können, dann ist das IHR GOLDENER WEG. Hier hilft nur: Ausprobieren und das Herz entscheiden lassen, dann ist es richtig! Viel Spaß!

14.05.09

Erkenntnis des Tages !!

Wenn Sie merken, dass Sie (heute?) nicht die beste Stimmung haben, könnten Sie vielleicht mit Affirmationen arbeiten. Oft haben sich symbolträchtige Worte wie Freude, Glück, Liebe usw. bewährt, gerne auch mehrere auf einmal, obwohl sich die positive Energie dadurch zu splitten scheint und die Einzelwirkung etwas geringer sein kann. Überlegen Sie sich, was Ihnen  im Moment am meisten fehlt und, was sie zur Zeit am meisten ärgert oder hindert. Schreiben Sie beides auf, getrennt natürlich, und entspannen sie schon mal. Wenn Sie beispielsweise traurig sind, fehlt Ihnen Freude oder Zuversicht, vielleicht auch ein Schutzschild. Ob für Sie allerdings die Worte Freude / Zuversicht / Schutzschild genau das wiedergeben, was Sie gefühlsmäßig brauchen, müssen Sie selbst entscheiden! Die gefundene Wortbedeutung muss Sie zufrieden stellen!

Wenn Sie soweit sind, können Sie folgendermaßen weiter verfahren: Stellen Sie sich innerlich eine Stelle oder z.B. einen Altar vor, auf dem Sie zuerst Ihre negativen Gefühle „opfern“, und zwar wirklich gerne und völlig „unwehmütig“! Das ist dann das, was Sie geben wollen, also für den Erfolg zahlen. Und danach sollten Sie sich entsprechend erleichtert fühlen und die Affirmations-Begriffe so lange vor sich hinsagen und die davon ausgehenden guten Gefühle in sich aufsaugen, bis Sie sich „gesättigt“ fühlen. So treten die neuen Gefühle an die Stelle der alten. 

12.05.09

Kleines Hypnose-Training VI

Wenn sich Ihr Kind ausgiebig und lange genug darin geübt hat, sich eine klare Vorstellung von sich selber machen zu können, dann kann es dieses Selbstbild (im Idealfall in 3D und voll beweglich) jederzeit mit jeder gewünschten und gedachten Situation verbinden oder sich beliebig hineinversetzen. Dieses Können erweitert die Möglichkeiten ihres Kindes beträchtlich, denn so können alle realen oder denkbaren Situationen, Konstellationen etc. genutzt werden. Ob sich ihr Kind dabei z.B. bestimmte Dinge nur aus sicherer Entfernung betrachten oder sich „lebensecht“ in Situationen hinein imaginieren oder sogar „Undenkbares“ konkretisieren will, kommt auf den Einzelfall an. Jedenfalls wächst dadurch auch der Spielraum für individuelle Ausgestaltung von Hypnose und Selbsthypnose, was ebenfalls wichtig sein kann. Denn oft wurde von hypnose-erfahrenen Menschen bemerkt, dass sie Hypnose, mehr oder weniger unbewusst, nach eigenen Vorstellungen ausschmückten oder gestalteten und sie so zu „ihrer“ Hypnose machten. Das erhöhte stets die Akzeptanz und die Wirkung. Der absichtlich vage gehaltene Sprach- und Wortgebrauch ausgebildeter Hypnotiseure unterstützt diese Tendenz übrigens zusätzlich.

Als einfache, praktische Übung schlage ich nun folgende Übung vor (wobei jeder Gedankenstrich eine kleine Sprechpause von ca. 10 Sekunden bedeutet): Fragen Sie ihr Kind, ob es eine Hypnoseübung machen möchte. Wenn das der Fall ist, soll es selbst entscheiden, ob es lieber eine Situation in der Schule, beim Sport, beim Hausaufgaben-Machen oder anderes bevorzugen möchte. Dann soll es sich die Situation der Wahl und sich selber dabei genau ansehen. Nachdem alles deutlich gesehen wurde, also aus einer gewissen Distanz, soll ihr Kind in das Abbild von sich hineingehen und die dadurch entstehende, neue Wahrnehmungsweise noch intensivieren, indem es die Situation absichtlich mit allen Sinnen aufnimmt. Denken sie auch immer daran, jede praktische Übung nur mit der erforderlichen inneren Erwartungshaltung für Erfolg zu beginnen! Ihre Anleitung könnte dazu wörtlich etwa so lauten:

„Mach es dir so bequem wie möglich, damit du gleich eine schöne und intensive Hypnose erleben wirst – und so eine Hypnose kennst du ja schon gut – lass dich jetzt ganz darauf ein und erinnere dich, dass dein Atem dann immer ruhig, tief und ganz von selber geht – ganz von selber geht - und du bist dabei nur der Beobachter - der Beobachter vom Atem – und du hörst nur noch meine Stimme – prima machst du das – und jetzt siehst du dich nach und nach immer deutlicher in der Situation, dass du [bespr. Situation einfügen] bist/machst. Du kannst dich selber ganz deutlich dabei sehen, wie du […] - Und dann gehst du nah an dein beobachtetes Ich heran, berührst es kurz an der Schulter und kannst dann sehr leicht zu einer Person verschmelzen – dass nur noch du da bist in dieser Situation - und dir fällt auf, dass du sehr deutlich alles um dich herum hören – sehen – riechen – schmecken – und fühlen kannst – und, obwohl alles irgendwie normal ist, ist es doch irgendwie intensiver - und du weißt nicht, warum, aber, das Ganze ist für dich sehr angenehm und sogar irgendwie lehrreich - und du fühlst dich sehr wohl in diesem Körper- und du kannst jetzt alles genießen, während ich ab jetzt schweige, um mich in etwa drei Minuten wieder bei dir zu melden. [Pause] Hallo, da bin ich wieder – es ist jetzt Zeit, dass du wieder aus der Hypnose erwachst – schön langsam – mehr und mehr – und du wirst wacher und wacher – wacher und wacher - und bald bist du wieder so wach, gesund und fröhlich, wie vor der Hypnose – und du erinnerst dich dann auch gut an alles, was du willst - Jetzt bist du wieder hellwach, gesund und fröhlich!“ Sprechen sie mit ihrem Kind nach der Hypnose die Erlebnisse und eventuell lehrreiche Momente bitte nach Möglichkeit gemeinsam durch.

07.05.09

Erkenntnis des Tages !!


Ob Langeweile, Stress,

Depression oder Rage

Sie helfen Ihrem Kind

mit
Rückenmassage

Kleines Hypnose-Training V (Zuhör-Training für die Kleinen und Großen)

Es war einmal ein geheimnisvolles Land, weit weg von hier und doch ganz nah. Da lebten so Menschen wie du und ich und sie sahen so aus wie Menschen so aussehen: Frauen und Männer, Jungen und Mädchen, große und kleine, gute und böse und alles was du dir so ausdenken kannst. Und eigentlich lebten sie auch so, wie du das von dieser Welt schon kennst, in der du hier bist und deshalb kann es ganz gut sein, dass du innen drin denkst, wieso das dann ein geheimnisvolles Land sein soll. Und das denkst du auch nur, weil du sehr genau zuhörst, was ich dir hier vorlese. Weil du sehr genau zuhören kannst! – Also, die Menschen dort in dem geheimnisvollen Land wurden die „ Zweidenker“ genannt, weil sie immer zur gleichen Zeit und in jedem Moment zwei Sachen gedacht oder gesehen haben, obwohl ein normaler Mensch, wie du und ich, in so einem Fall immer nur eine Sache sehen würden. Das war das Geheimnisvolle. Und jetzt, wo du das gehört hast, weist du trotzdem noch nicht genau, was die Zweidenker so machten, oder? Ich will es dir an zwei Beispielen erklären, und du bist so lieb und hörst mir so genau zu, wie vorhin, ja?
Also: wenn die Zweidenker aus dem Fenster schauten und da war Sonnenschein, dann sahen sie den Sonnenschein und den Schatten, aber so, dass sie einmal den Sonnenschein sahen und dann wiederum den Schatten, dann wieder den Sonnenschein und so weiter. Und wenn sie ein Glas mit etwas Wasser drin sahen, dann sahen sie eben ein Glas mit etwas Wasser drin, dann den leeren Teil vom Wasserglas und dann so hin und her, wie bei dem Sonnenschein und dem Schatten. Normalerweise wechselte sich dieses Zweidenken immer so lange miteinander ab, bis sich der Zweidenkermensch selber sagte, dass er nur das Eine oder das andere sehen und denken wollte. Dann sah er meistens für einen ganzen Tag lang immer nur eine Seite. Hatte er sich z.B. entschieden, Sonnenschein zu denken und zu sehen, vergaß er meist Schatten den ganzen Tag über. Er konnte den Schatten dann zwar immer noch sehen, aber er dachte dann einfach fast gar nicht mehr daran, so, wie wenn einem das egal ist. Die meisten Zweidenker entschieden sich beim Rausgucken für den Sonnenschein, weil sie sich einfach viel besser fühlten. Denn, wenn sie sich für Schatten entschieden, war es in ihnen drin auch irgendwie dunkler und sie fühlten bald Sorgen und sogar Angst. Das Seltsame war dabei, dass die Sorgen und die Angst oft nach und nach mit Allem zusammenhing, was sie dachten oder taten! Es wurde dann immer mehr und es gab ab und zu Dunkelzweidenker, die sogar vor Brot oder ihren Freunden Angst hatten! Und, wenn sie nicht aufpassten und dieses falsche Denken zu lange anhielt, konnten sie sogar ernsthaft krank werden oder sogar daran sterben! Weil sie dann so stark von den dunklen Gefühlen und dunklen Denken erfüllt waren, dass sie nicht mehr wirklich von selber glauben konnten, dass es auch die Sonnenseite gab.          
Aber, weil andere Zweidenker irgendwann dann doch merkten, dass da einer wieder die dunkle Seite dachte, war es doch relativ leicht, diesen Menschen zu helfen, indem sie die Dunkelzweidenker auf ihre Denkfehler aufmerksam machten und gemeinsam mit ihnen das Umdenken zu Licht, Liebe, Freude, Fülle u.s.w. übten. Bis es funktionierte. So wurden dann aus Dunkelzweidenkern bald wieder normale, gesunde und zuversichtliche Zweidenker.        

04.05.09

Kleines Hypnose-Training IV

Heute geht es darum, dass Ihr Kind lernt, sich eine möglichst klare, innere Vorstellung von sich selber machen zu können. Hier ist es sinnvoll, wenn sich ihr Kind immer wieder in einem Spiegel betrachtet, der Ihr Kind in ganzer Gestalt abbildet. Ihr Kind soll sich genau einprägen, wie es aussieht und immer wieder testen, ob es innerlich und bei geschlossenen Augen sein Spiegelbild genauso deutlich sehen kann. Die Übung ist erst abgeschlossen, wenn das jederzeit und leicht machbar ist! Dann soll Ihr Kind innerlich sein Abbild drehen und von allen Seiten anschauen und, wenn das prima funktioniert, sein inneres Bild jede andere, beliebige Handlung/Bewegung machen lassen. Bedingung, wie gesagt, ist, dass das Bild wirklich immer in allen Einzelheiten klar erkennbar ist. Viel Vergnügen!

02.05.09

Wirklichkeit verändern

Was Wirklichkeit in Wirklichkeit ist, weiß bisher niemand zu sagen. Fest steht aber zumindest, dass es im großen Umfang auch damit zu tun hat, was beim Individuum innen drin „ankommt“. Mit anderen Worten: Das Leben des Einzelnen ist für ihn da Wirklichkeit, wo er sich gerade innerlich befindet. Das berührt auch den von René Descartes ausgerufenen Dualismus, in dem wir scheinbar leben. Betrachten Sie beispielsweise die Geschichte mit dem halb gefüllten Wasserglas, bei dem wir mindestens die grobe Wahl haben, uns zu entscheiden, ob wir das Glas als halbvoll oder halbleer einstufen wollen. Auf diese Art konstruieren wir unser Leben und es leuchtet ein, dass dabei möglichst viel Bewusstheit vorhanden sein sollte, solange man unbewusst und  gewohnheitsmäßig zur negativen Bewertung neigt, um dort eine Änderung herbeiführen zu können.

2005 gab es einen Forschungsbericht über Hypnose mit dem Ergebnis, dass Hypnose die Vernetzung im Gehirn tatsächlich verändern kann. Ich verstehe das so, dass Verhaltensgewohnheiten mittels Hypnose durch neue Verbindungen im Gehirn ausgeschaltet werden können. Die Forscher wollten demnächst prüfen, ob denn Suggestion, ohne Hypnose, Gleiches bewirken könnte. Das Ergebnis scheint mir nahe liegend zu sein. Immerhin gibt es seit Jahrzehnten die sogar von Wissenschaftlern anerkannte Methode des Autogenen Trainings, wodurch Suggestionen die Körperempfindungen verändern, was durch veränderte chemische Abläufe im Körper tatsächlich passiert und demzufolge auch körperlichen „Umbau“ einleiten kann.

Solches kann jeder für sich im Alltag leicht testen, wenn sie/er sich z.B. niedergeschlagen oder krank fühlt, indem sie/er Worte aussucht (z.B. Licht, Liebe, Zuversicht, Wohlbefinden …), die geeignet erscheinen und diese dann immer wieder für sich ausspricht und vielleicht sogar imaginativ begleitet. Jede Person, die das halbwegs gut macht, wird eine positive Wirkung spüren! Ich möchte hier aber noch weiter gehen und anregen, das Instrument der Suggestion noch „gewagter“ einzusetzen:
Essen oder trinken Sie etwas mit sehr deutlichem Geschmack (Zitrone, Zwiebel, Schokolade, Zucker o.ä.) und  versuchen Sie den erwartungsgemäßen, gewohnt üblichen Geschmack durch vorherige Suggestionen auszuschalten oder umzuändern. Denken Sie vielleicht an das Gegenteil und sagen Sie das auch in geeigneten Worten und erwarten Sie einfach das Ergebnis. Übrigens können Sie so auch verfahren mit allen Sinnen, also nicht nur beim Geschmack. Wenn Sie dann Ergebnisse erfahren, werden Sie sicher mit Freude und Mut nach weiteren, erhebenden Testmöglichkeiten suchen und Ihre Wirklichkeit dauerhaft verändern!

28.04.09

Politik, Wirtschaft und Hypnose

Die Wirtschaftskrise ist eine ernste Sache und die Personen an den „Schaltstellen“ sollten ihre ganze Aufmerksamkeit darauf lenken, sie rasch und nachhaltig zu lösen. Wahrscheinlich ist die Krise auch ein deutliches Zeichen dafür, dass die bisherigen Denkgewohnheiten in Wirtschaft und Wirtschaftspolitik inzwischen überholt sind. Und diese Auswirkungen der überalterten Gewohnheiten berühren zwangsläufig alle an der Wirtschaft beteiligten Menschen.

Bei vielen Menschen löst diese Krise Angst und Verwirrung aus und wirkt deshalb auch hypnotisch: Die Menschen verlieren ihr inneres Gleichgewicht, sind fixiert auf die Angst auslösenden Umstände und kommen sich evtl. sogar regelrecht gefangen vor, wie in einer ausweglosen Situation. Gerade dann ist es besonders wichtig, dass Politiker und Wirtschaftler den Bürgern das Gefühl von Beistand vermitteln und deren Angst und Verwirrung auflösen – durch gut durchdachte Konzepte und verlässliche, gemeinsame Ziele.

Für Sie als männlicher Manager oder Politiker o.ä. kann ich Ihnen raten, sich selbst auf die vielen Möglichkeiten, anstatt auf die Probleme zu konzentrieren. Ein wenig (scheinbares) Risiko gehört immer dazu, wenn Sie eine neue, erfolgreiche Strategie anwenden wollen. Und hören Sie vermehrt auf Ihr Unbewusstes – Ihre Geschäftspartnerinnen hören schließlich auch öfters auf ihr Bauchgefühl.

25.04.09

Kleines Hypnose-Training III

Heute möchte ich zunächst noch zwei Anmerkungen machen:

1. Das Farbensehen (s. Kleines Hypnose-Training I) ist für viele Menschen eine einfache und doch sehr wirkungsvolle Hilfe zur selbst eingeleiteten Entspannung und/oder Schlaf. Dies gilt für Erwachsene, besonders aber auch für Kinder. Bei Kindern leitet ein Elternteil das Kind an (vielleicht kann Ihr Kind das auch schon selber), nach innen darum zu bitten, die ideale oder beste Farbe für Entspannung, Schlaf, Wohlgefühl, Erholung o.ä. deutlich wahrnehmbar dargestellt zu bekommen. Wenn die Farbe dann erscheint, braucht es sich auf die Farbe nur noch auf verschiedene Arten einlassen (sehen, fühlen…) und Schlaf etc. erwarten. Der Rest geschieht von selber.

2. Die zweite Anmerkung für Entspannung und Schlaf  ist die, dass eine leichte und einfache Rückenmassage auch oft Wunder wirkt! Ob Sie dazu sogar im Sinne meines „Eltern-Kind-Selbsthilfe-Wunders“ vorgehen möchten, bleibt Ihnen überlassen.

Nun aber zu meinem eigentlichen Anliegen, dem kleinen Hypnosetraining:
In Fortführung des Themas „negative Halluzination“ darf Ihr Kind bei dieser Übung einmal etwas, was es sonst nicht darf: Nämlich vergessen. Dies allerdings hier nur ganz gezielt. Es geht darum, eine Hand oder einen Fuß völlig gefühllos werden zu lassen. Besonders für Kinder ein hochinteressantes Experiment! Dazu möchte ich aber noch ein paar allgemeine Gedanken vorausschicken: Es geht mir hier und jetzt vornehmlich darum, Kindern mehr Kompetenz im Umgang mit unangenehmen Gefühlen und mehr Reaktionsspielraum allgemein zu ermöglichen und konstruktives „Wissen“ zu vermitteln, auf dem Ihr Kind, bei Bedarf, jederzeit aufbauen kann. Denken Sie nur einmal an einen Besuch beim Zahnarzt oder an eine Behandlung im Krankenhaus. Oder denken Sie an Schul- oder Lernstress, Mobbing oder Selbstheilung. Es gibt sicher unzählige Situationen, in denen solche Erfahrungen, bewusst oder unbewusst eingesetzt, ausgesprochen hilfreich sein können.

Die Übung geht so (bitte vorher mehrmals gut durchlesen):
Wenn Sie Ihr Kind informiert haben, worum es geht und wie der Test aussieht und es gerne mitmachen will, soll es eine sehr bequeme Position einnehmen, z. B. halb liegend im Sessel, und sich ganz locker machen. Seien Sie selbst gelassen und zuversichtlich.
Fragen Sie, ob es Hand oder Fuß sein soll und ob es sich wie Holz oder doch lieber wie Metall „anfühlen“ soll (wenn der Fuß gewählt wurde, bitte den Fuß für diese Übung entkleiden). Vielleicht hilft es Ihrem Kind auch ein paar Mal tief ein- und ausatmen und sich bei jedem Ausatmen vorzustellen, dass es entspannter und konzentrierter wird. Und, wenn Sie möchten, können Sie ihm durch Worte noch Mut und Zuversicht vermitteln („Ich weiß, dass Du das leicht schaffen wirst.“).
Danach soll Ihr Kind erwarten, das sich alle Gefühle der ausgesuchten Hand oder Fuß bis zum nächsten Gelenk zurückziehen oder herausbewegen, also beim Gelenk tatsächlich  aufhören. Als anleitende Person können Sie das Herausbewegen der Gefühle auch noch verdeutlichen, indem Sie z.B. einmal langsam mit einem Finger über Hand /Fuß Ihres Kindes in Richtung Gelenk streicheln und dann am Gelenk deutlich machen, wo die Gefühllosigkeit enden soll.   Und dann soll Ihr Kind auch erwarten, dass die Hand/ der Fuß für die Zeit des Experimentes ganz vergisst, was Gefühle sind und deshalb zu Holz, Metall, Glas o.ä. werden. Dann kündigen Sie eine Pause von drei Minuten an, damit Ihr Kind Zeit genug hat, den Zustand von Holz etc. nachzuempfinden.

Dann kommt der Test. Sie nehmen dazu am besten einen Eiswürfel aus dem Kühlschrank und wickeln diesen in dünne Frischhaltefolie ein, gehen damit zum Kind, zeigen den Eiswürfel und sagen vor dem Test: „Mit diesem kalten Eiswürfel werde ich gleich deine Hand /deinen Fuß berühren und weil sie/er ja aus Holz* (hier bitte Material einsetzen) ist, wirst du nur Holz* denken, obwohl du genau sehen kannst, dass der kalte Eiswürfel deine Haut berührt.“ Dann führen Sie den Test aus - den Würfel aber unbedingt nur ein-, zweimal für maximal eine Sekunde an die Haut halten, um die Haut zu schützen. Außerdem können sie mit dem Eiswürfel danach vielleicht zweimal über die Gefühlsgrenze, das Gelenk, hin- und herwechseln, auf beide Seiten, um den Unterschied für Ihr Kind deutlich erfahrbar zu machen.
Danach beenden Sie das Experiment bitte in jedem Fall mit einer gründlichen Auflösung der Hypnose! Sagen Sie dazu Folgendes: „Die Hypnose ist jetzt zu Ende und deshalb kannst Du wieder mit allen Füßen und Händen so gut fühlen, wie vor der Hypnose. Und du kannst wieder alles damit machen, wie vorher, vielleicht sogar etwas besser.“ Warten Sie dann einen kurzen Moment und prüfen Sie dann gemeinsam vorsichtig, ob alles in Ordnung ist. Und danach können Sie mit Ihrem Kind über alle Erlebnisse bei dem Versuch sprechen und  erfahren, wie es für Ihr Kind war.

Ich kann Ihnen versichern, dass alles leicht und gut funktioniert, wenn Sie nach meiner Anleitung vorgehen.  

23.04.09

Erkenntnis des Tages !!

Man sollte öfter
einfach und ohne Grund
mit der Alltags-Gewohnheits-Hypnose brechen
und sich einmal
mit einer kleinen Annehmlichkeit
"belohnen".

Das macht das Leben
schön. Wie wäre es genau
jetzt zum Beispiel?


21.04.09

Kleines Hypnose-Training II

Die Übungen mit Farbe (s. Kleines Hypnosetraining I) stellen so genannte „positive Halluzinationen“ dar. Dabei geht es darum, sich etwas objektiv nicht Vorhandenes als vorhanden vorzustellen, und zwar so genau und intensiv wie möglich. Natürlich sind die Farbübungen nur ein erster Schritt. Weitere Schritte könnten z.B. sein, sich ein Fahrrad, ein Haus oder ein Flugzeug vorzustellen, von außen, von innen, wie man sich hindurchbewegt und wie es ist, es zu benutzen u.s.w..

„Negative Halluzinationen“ funktionieren genau andersherum, indem man etwas wegdenkt, was real, also objektiv vorhanden ist. Darauf möchte ich heute eingehen. Wichtig ist so eine Fähigkeit dann, wenn etwas ganz real und irgendwie auf uns ausgerichtet ist, uns also berührt, evtl. unmittelbar bedroht oder erfreut. Damit man sich auf angenehme und ganz praktische Art in so eine Erfahrung hineinbegeben kann, und hier spreche ich wieder vor allem Ihre Kinder an, hatte ich mir vor langer Zeit eine Übung ausgedacht, die Spaß macht und überprüfbar ist: Das Kitzeln. Und das geht so:

Wenn Ihr Kind z.B. an Hals kitzelig ist (oder Fuß oder Bauch), dann kitzeln Sie da kurz, aber zwei- oder dreimal hintereinander, jeweils mit einer kurzen Pause dazwischen. Dann fordern Sie ihr Kind auf,  irgendwie zu versuchen, beim Gekitzelt-Werden nicht mehr kitzelig zu sein. Das gelingt am Leichtesten, wenn Sie erstens Mut machen („Du schaffst das!“), zweitens Ihr Kind sich das Ergebnis als gelungen vorstellt (erlebt sich als „unkitzelbar“ trotz Berührung) und drittens, wenn Sie ihrem Kind vor jedem Versuch Zeit zur inneren Konzentration einräumen und den Test erst durchführen, wenn Ihr Kind ein Zeichen gibt (Nicken, Handheben o.ä.). Denken Sie bitte nach erfolgreichem Abschluss dieser Übung daran, Ihr Kind für seinen festen Willen, seine Konzentrationsfähigkeit und sein Vorstellungsvermögen zu loben! Und wenn Sie möchten, können Sie noch andeuten, dass diese Fähigkeiten der Schlüssel für weiteres, wichtiges Können sein wird.

Viel Spaß zusammen!  

19.04.09

Weiß oder Schwarz?

Hypnose ist ganzheitlich angelegt und bietet u. a. Zugang zu paradoxen Lösungen, die man „ sowohl-als-auch“-Lösungen nennen kann. Sie stehen in einem gewissen Gegensatz zu unserer westlichen „entweder-oder“-Denkkultur. Diese Denkkultur hat selbstverständlich trotzdem ganzheitliche Folgen, und zwar von positiven über neutrale bis hin zu negativen, weil das ganz natürlich ist. Und weil wir nun mal hier leben und alle so sind, möchte ich auch nicht empfehlen, diese Denk- und Empfindungskultur einfach links liegen zu lassen und drauf los zu leben.

In bestimmten Situationen kann die ganzheitliche Einstellung dazu führen, dass man zumindest vorübergehend Schaden von sich abwenden kann. Hier empfiehlt es sich, um z.B. Zeit zu gewinnen, eine „sowohl-als-auch“-Haltung einzunehmen. Ich weiß zwar, dass manche Menschen ganz automatisch auf diese Art reagieren, aber es bleibt meist eine leidend-ablehnende Haltung, was dann doch Unfreiheit und Krankheit mit sich bringen kann. Durch bewusste Umstellung auf eine zeitweise, ganzheitliche Haltung lebt man zwar immer noch in einer unangenehmen Situation, kann die Umstände jedoch und ihre Wirkung entkräften, entschärfen und viel unbeschwerter nach einem besseren Weg Ausschau halten. Diese bewusste Vorgehensweise wirkt dann wie eine Befreiung.

Beispiel: Ein Angestellter, der seinen Beruf über alles liebt und diesen seit Jahren bestens ausführt, bekommt einen neuen Chef. Beide mögen sich von Anfang an nicht. Nach und nach wird der Angestellte zur Zielscheibe seines neuen Chefs für kleine und große Gehässigkeiten. Sogar ihm gegenüber loyale Kollegen werden verunsichert. Spätestens jetzt lebt der Angestellte in einer paradoxen Situation: Zwischen Liebe zum Beruf und permanentem Stress. Der meist empfohlene Schritt in dieser Situation wäre sicherlich die Umorientierung nach einer neuen Arbeitsstelle. Aber: Der Angestellte könnte genauso gut das Gespräch mit seinem Chef suchen und selbstbewusst eine einvernehmlichen Lösung anstreben. Wenn dieses Gespräch ergebnislos bleibt und der Angestellte trotzdem dort arbeiten will, kann er innerlich eine ganzheitliche Lösung akzeptieren, d.h. der negativ auftretende Stress wirkt bei ihm als positive Motivation und treibt ihn zur Höchstleistung an. Der Angestellte wertet den Stress nun auch als Zeichen, dass er weiterhin seiner geliebten Arbeit nachgehen kann.

Sehr oft findet man analoge Umstände auch im partnerschaftlichen Bereich.

14.04.09

Kleines Hypnose-Training I

Dies sind ein paar einfache Hypnoseübungen, die bestens für Kinder geeignet sind, aber natürlich auch für Erwachsene. Dem heutigen Text werden, unter gleicher Überschrift, noch weitere folgen. Ich wünsche viel Spaß damit!

Einleitung:
Wenn Sie wollen, können Sie vorab eine Selbsterfüllende Prophezeiung aussprechen. Dadurch werden Sie dem späteren Vorgang gegenüber offener und das Gelingen ist wahrscheinlicher. So könnten Sie z.B. sagen: „Ich werde jetzt mit Leichtigkeit und Freude verschiedene Hypnoseübungen durchführen.“ Diese Übungen können Sie dann, eine nach der anderen, mit kurzer Unterbrechung ausführen (um nachzulesen) oder Sie lassen sich von einer anderen Person anleiten. Beides hat unterschiedliche Vorteile. Sollte Ihnen die eine oder andere Übung nicht gleich gelingen, dann tun Sie einfach so, als ob es funktionieren würde. Das hilft auch oft sehr gut!

Übung 1:
Machen Sie es sich so richtig bequem und entspannen Sie sich. Wenden Sie sich nach innen und stellen Sie sich eine schöne Farbe vor, die Ihnen leicht einfällt. Sie können dazu die Augen geöffnet lassen oder schließen, ganz wie Sie wollen. Sobald Sie diese schöne Farbe sehen, versuchen Sie zuerst genauer hinzusehen und versuchen Sie dann festzustellen, ob diese schöne Farbe vielleicht eine Struktur besitzt. Entspannen Sie sich nochmals und lassen Sie die Farbe einfach auf sich wirken. Jetzt versuchen Sie herauszufinden, ob die Farbe Ihnen ein Gefühl vermittelt, z.B. Wärme, Kälte, Weichheit, Härte u.s.w. Sie können auch alle anderen Sinne hinzunehmen und dann versuchen festzustellen, ob darüber eine Art  Kommunikation mit der Farbe möglich ist. Die Sinnesreihenfolge könnte z.B. sein: Hören, Riechen, Schmecken.

Übung 2:
Wer möchte, kann sich nach dieser ersten Übung die drei Farben Rot, Blau und Gelb vorstellen und diese Farben zu einem Bild zusammenfließen lassen. Schauen Sie es genau an und bewundern Sie die Farbverläufe, vielleicht ergeben sich wunderschöne Mischungen. Wenn Sie danach auch noch Ihre Sinne wieder mit den Farben in Verbindung bringen, erleben Sie, was in dieser einfachen Trance schon alles möglich ist.

Abschluss:
Wenn Sie bereit sind, dann kommen Sie jetzt vollständig ins Hier und Jetzt zurück. Sie fühlen sich rundum wohl und aktiv und freuen sich auf das, was kommen mag.

07.04.09

Erkenntnis des Tages

Das Leben strömt auf jeden von uns zu, andauernd: Jede Stunde, jede Minute, jede Sekunde, Tag und Nacht, Alltags und Feiertags. Es strömt einfach immer auf uns zu. Dadurch bietet es sich uns ständig an und das  in einer gigantischen Fülle und Vielseitigkeit.

Wir haben die Freiheit uns herauszusuchen, was wir davon wahrnehmen wollen, worauf wir unsere Aufmerksamkeit lenken wollen, wie lange und mit welcher Intensität. Und dadurch können wir jede Sekunde mit unserem Leben neu beginnen, auf neue Art hinsehen und aus der hypnotischen Wirkung von Gewohnheit, Voreingenommenheit oder Negativ-Erfahrung einfach hinaustreten. Das Vorhandene, uns Bekannte, können wir dann auf geänderte Weise erleben und beurteilen. Es gibt immer neue Möglichkeiten und Chancen!

05.04.09

Zwei Realitäten ?

In einem von Kriminalität belasteten Stadtteil einer Großstadt wurde die dort ansässige Bevölkerung zur Wohnqualität befragt. Eine junge Frau erzählte, dass das Leben hier nicht einfach sei und man am besten nur zu bestimmten Zeiten einkaufen gehen sollte und ansonsten in der Wohnung am sichersten aufgehoben wäre. Ein junger Mann, im gleichen Stadtteil seit sechs Jahren wohnhaft, meinte, dass er besonders die Bodenständigkeit der Anwohner lieben würde und dass er sich
im genannten Stadtteil gut aufgehoben fühlt. Nur der Sicherheitsbeamte im Lebensmittelgeschäft wunderte ihn.

08.03.09

Das Eltern-Kind-Selbsthilfe-Wunder

Liebe Leserinnen und Leser!

Nachdem ich in letzter Zeit weniger gebloggt und dafür wesentlich mehr praktisch geforscht habe, möchte ich das von mir neu ausformulierte Eltern-Selbsthilfe-Programm hiermit kostenlos online stellen. Es basiert auf der Ihnen bereits bekannt gemachten HME-Methode (s. Publikationen). Da ich selbst vier Kinder habe, ist es mir in letzter Zeit umso wichtiger geworden, meine hypnotischen Kenntnisse in eine Methode einfließen zu lassen, die im Alltag sofort und wirkungsvoll eingesetzt werden kann.

Thematisch geht es um eine einfach Wohlfühl-Massage für Ihre Kinder. Ihre Wirkung ist weitreichend durch diese einzigartige Kombination von Massage und hypnotisch wirkenden Worten. Zum Beispiel habe ich bei meiner eigenen jüngsten Tochter bewirkt, dass sie ihr Abitur wesentlich zuversichtlicher und konzentrierter bestreiten konnte, obwohl sie z.B. größte Schwierigkeiten im Fach Mathematik vorzeigte und demnach sich mit großen Ängsten vor der Prüfung plagte. Allgemein verlor sich die Abneigung gegen die Schule, Lebensfreude und Belastbarkeit nahmen deutlich wieder zu. Als anderes Beispiel sei eine Bekannte genannt, alleinerziehend, mit 9-jährigem Sohn, der regelmäßig "ausflippte", wenn er nach dem Wochenende von seinem Vater wieder nach Hause kam. Die verzweifelte Mutter wandte sich hilfesuchend an einen Arzt, der "vorsichtshalber" auf Medikamente zurückgreifen wollte. Schon nach drei Massagen war ihr Sohn allerdings wie verwandelt, suchte wieder nahen Kontakt zu seiner Mutter, war ausgeglichen, offen und freundlich und wünschte sich selbst, massiert zu werden!

Die Wirkung des "Eltern-Kind-Selbsthilfe-Wunders" lässt sich noch in vielen Fällen berichten, besonders wertvoll wären mir Ihre eigenen Erfahrungen!


(Zum Einsehen und Runterladen erst hier auf den Namen klicken, dann im neuen Fenster auf "downloaden")

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06.02.09

Daran krankt Europa

Wie genau beeinflussen soziale Faktoren, wie Armut und Beruf, das Krankheits- und Sterberisiko? Dieser Frage geht in einem Bericht Frau Dr. Fabienne Hübener in der Apothekenumschau (Februar ’09) nach. Dabei kommt sie zu dem Ergebnis: Die sozialen Faktoren beeinflussen durchaus das Sterbe- und Krankheitsrisiko, allerdings in den europäischen Ländern in unterschiedlichem Maße.

In diesem Bericht fand ich zudem etwas noch viel Interessanteres, und zwar folgende Aussage:

„Wer ständig das Gefühl hat, mehr Energie in den Beruf zu investieren, als an Lohn und Anerkennung herauskommt, nimmt Schaden an Körper und Seele …!“ (s. S. 60)

Worauf diese Aussage begründet ist, kann ich dem Text nicht entnehmen, vermutlich das Fazit einer Marktforschungsaktion und verschiedener Studien. Wichtig ist mir hierbei das Gefühl zum Verhältnis „Geben und Nehmen“, was doch eher unbewusst und auf Dauer tief greifenden Einfluss auf die Menschen und deren Glücksgefühl hat. Als Hypnotiseur weiß ich, dass Gefühle sehr variabel sind und besonders von den dazu gehörenden Informationen abhängen. Hier meine ich einen guten Weg zu sehen, Menschen in sozialschwieriger Lage helfen zu können, ein gesunderes Lebensgefühl zu erreichen: Es muss nur das Gefühl verändert und stabilisiert werden, indem man bisher übersehene positive Tatsachen bewusst macht.

Hinweis für Arbeitgeber: Im oben genannten Zitat wird Lohn und Anerkennung gleichwertig aufgezählt. Sie stehen nach meinem Verständnis in einem Fließgleichgewicht zu einander: Fehlt ein gewisses Maß an Anerkennung, so muss der Lohn dieses Defizit ausgleichen. Selbes gilt auch umgekehrt!

02.02.09

Beobachtung

In meiner Familie gibt es eine Person, die stets ungehalten reagiert, wenn andere nicht spontan das tun, was sie von ihnen erwartet!? Hypnotisch betrachtet: Hat da nicht wieder eine selbsthypnotische Falle zugeschnappt?

29.01.09

Mit Angst leben? Warum nicht!

Lang anhaltende Ängste führen zu automatischen Abläufen und Gewöhnungen, sogar ein ganzer Lebenswandel kann sich danach gestalten. Meine Erfahrung zeigt, dass es überaus überraschend sein kann, wenn man all das beibehält, wie es ist, jedoch das Ziel der Angst austauscht und etwas Positives erwartet. Beispiel: Jemand hat Jahre lang panische Angst vor Armut (mit allen Begleiterscheinungen wie Wohnungsräumung, Krankheit, Gefängnisandrohung etc.). Jetzt tauscht diese Person das negative „Ziel“ Armut einfach aus und ersetzt es durch „unausweichlichen Reichtum“, indem diese Person sich nun mit Gefühlen der Erwartung täglich auf die für sie wertvollen Dinge (z.B. Schmuck im Schaufenster) konzentriert und die eigenen Gefühle auf Reichtum ausrichtet und dabei eine Affirmation wie folgt wiederholt:

„Ich habe panische Angst vor diesem unausweichlichen Reichtum!“

Gründe für dieses Vorgehen:
Hier werden individuelle, selbstsuggestive Gewohnheiten weiterhin übernommen, jedoch mit Überraschung und Utilisationstechnik nach Milton H. Erickson.

15.01.09

Bewusst gestalten (2)

Unsere innere Einstellung ist entscheidend für die Qualität unseres Lebens. Dies besonders dann, wenn der Lebensweg ungewöhnlich belastend und beschwerlich ist. Eine Änderung wirkt dort besonders beeinflussend. Voraussetzungen dafür sind aber:

a)    Bewusstsein der eigenen Lebensqualität
b)    Wille, der negativen Ursache auf den Grund zu gehen

Das Mittel dazu ist wieder die oft genannte Innenschau. Man sucht sich ein ruhiges Plätzchen, findet zu Gelassenheit und Ruhe und wendet sich dann vertrauensvoll mit seiner Aufmerksamkeit nach innen. Dann formuliert man die Bitte nach einer bildhaften Darstellung der eigenen Einstellungstendenz zum Leben, etwa als biegsamer Pfeil, wenn möglich vor einer positiv/negativ-Karte. Wenn man so eine Darstellung wahrnehmen kann, ist es wichtig zu erkennen, wie der positive und negative Bereich ausgerichtet sind. Bei melancholischen Menschen z.B. befindet sich der negative Bereich oft „unten“ und der Pfeil der Grundstimmung folgt der „Schwerkraft“, mit Fingerzeig auf den negativen Bereich. Deshalb haben einige Hypnotisierte es auch als anstrengend empfunden, den Pfeil nach oben zu richten und dort auch so zu halten. Zusätzlich musste oft auch noch gegen die negative Grundstimmung angekämpft werden.

Sollten  Sie eine solche Anordnung vorfinden, so können Sie das Folgende tun: Tauschen Sie die Positionen auf der Karte aus, d.h. das Positive unten. Der Pfeil kann ruhig, wie bisher,  nach unten hängen.

Probieren Sie es einfach! Und wenn Sie es geschafft haben, dann würde ich mich über einen kleinen Beitrag ihrerseits (d.h. Kommentar) sehr freuen. Im nächsten Text werden Sie von meinen eigenen Erfahrungen hierzu lesen können.

12.01.09

Ein Buch mit Nutzen

Für Hypnose-Interessierte und für Fachkundige:


Wichtige Randbereiche der Hypnose
und die Hypnotische Erweiterung



Dass Hypnose jenseits von Showhypnose einen hohen wissenschaftlichen, medizinischen Nutzen erfüllt und gleichzeitig noch fast unerforscht ist, wurde zuletzt auch von Milton H. Erickson und anderen in ihren Werken geschildert.
Dieses Buch führt seine Leser von aktuellen Definitionsversuchen und Grundwissen über Hypnose hin zu speziellen Theorien und praktischen Methoden des Autors, wie die der Hypnotischen Erweiterung. Alltagsanwendungen, verknüpft mit Hypnose, ermöglichen so jedem Leser das Erhöhen der Wirkungsweise alltäglicher Praktiken, wie z.B. beim Sport, Lernen und Musizieren. Neue Anwendungsfeldern entstehen, z.B. verbinden sich Hypnose und Massage zur Methode der HME (Hypnotische Massage-Erweiterung), die auch gewerblich durch ihre Eigenart interessant wirkt.


Link zu weiteren Informationen und Bestellmöglichkeiten: Hier klicken!

11.01.09

Bewusst gestalten (1)

Das neue Jahr hat begonnen und es ist noch früh genug sich selbst zu fragen, in welchem selbsthypnotischen Rahmen sich Ihre Erwartungen und Ziele für 2009 befinden. Deshalb möchte ich Sie heute ermuntern, Innenschau zu halten und sich über Ihre Einstellungen klar zu werden. Wie Sie sich vorstellen können, ist die Einstellung zu Allem das Entscheidende. Fragen Sie dazu nach innen nach einem Schaubild, z.B. nach einer Bewertungsskala, auf dem für Sie deutlich erkennbar wird, ob Sie dem Jahr 2009 negativ oder positiv gegenüberstehen. Befinden Sie sich im negativen Bereich, sagen Sie zu sich selber, dass Sie den angezeigten Wert für 2009 ändern möchten und zwar hin zu einem sicheren, mittleren und positiven Wert. Dies soll auch alle Aktivitäten einschließen, die Sie in dem laufenden Jahr planen. Notfalls drücken Sie Ihren Willen mehrmals aus, dass die Änderung feststellbar ist. Dieser Vorschlag zielt darauf ab, dass Sie das neue Jahr möglichst bewusst angehen und Ihre Ziele und Vorhaben positiv einschätzen. So haben Sie einen besseren und zuversichtlichen und selbstbestimmten selbsthypnotischen Rahmen gesetzt. Leute, die experimentierfreudig sind, können mit der Methode der Innenschau und etwas Kreativität gerne versuchen, auch auf ganz andere Fragen eine Antwort von innen zu erhalten.

Beispiele:
Der Wert meines momentanen Selbstvertrauens oder Selbstwert u.ä.

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