Was Wirklichkeit in Wirklichkeit ist, weiß bisher niemand zu sagen. Fest steht aber zumindest, dass es im großen Umfang auch damit zu tun hat, was beim Individuum innen drin „ankommt“. Mit anderen Worten:
Das Leben des Einzelnen ist für ihn da Wirklichkeit, wo er sich gerade innerlich befindet. Das berührt auch den von René Descartes ausgerufenen
Dualismus, in dem wir scheinbar leben. Betrachten Sie beispielsweise die Geschichte mit dem halb gefüllten Wasserglas, bei dem wir mindestens die grobe Wahl haben, uns zu entscheiden, ob wir das Glas als halbvoll oder halbleer einstufen wollen. Auf diese Art konstruieren wir unser Leben und es leuchtet ein, dass dabei möglichst viel Bewusstheit vorhanden sein sollte, solange man unbewusst und gewohnheitsmäßig zur negativen Bewertung neigt, um dort eine Änderung herbeiführen zu können.
2005 gab es einen
Forschungsbericht über Hypnose mit dem Ergebnis, dass Hypnose die Vernetzung im Gehirn tatsächlich verändern kann. Ich verstehe das so, dass Verhaltensgewohnheiten mittels Hypnose durch neue Verbindungen im Gehirn ausgeschaltet werden können. Die Forscher wollten demnächst prüfen, ob denn Suggestion, ohne Hypnose, Gleiches bewirken könnte. Das Ergebnis scheint mir nahe liegend zu sein. Immerhin gibt es seit Jahrzehnten die sogar von Wissenschaftlern anerkannte Methode des
Autogenen Trainings, wodurch Suggestionen die Körperempfindungen verändern, was durch veränderte chemische Abläufe im Körper tatsächlich passiert und demzufolge auch körperlichen „Umbau“ einleiten kann.
Solches kann jeder für sich im Alltag leicht testen, wenn sie/er sich z.B. niedergeschlagen oder krank fühlt, indem sie/er Worte aussucht (z.B. Licht, Liebe, Zuversicht, Wohlbefinden …), die geeignet erscheinen und diese dann immer wieder für sich ausspricht und vielleicht sogar imaginativ begleitet. Jede Person, die das halbwegs gut macht, wird eine positive Wirkung spüren! Ich möchte hier aber noch weiter gehen und anregen, das Instrument der Suggestion noch „gewagter“ einzusetzen:
Essen oder trinken Sie etwas mit sehr deutlichem Geschmack (Zitrone, Zwiebel, Schokolade, Zucker o.ä.) und versuchen Sie den erwartungsgemäßen, gewohnt üblichen Geschmack durch vorherige Suggestionen auszuschalten oder umzuändern. Denken Sie vielleicht an das Gegenteil und sagen Sie das auch in geeigneten Worten und erwarten Sie einfach das Ergebnis. Übrigens können Sie so auch verfahren mit allen Sinnen, also nicht nur beim Geschmack. Wenn Sie dann Ergebnisse erfahren, werden Sie sicher mit Freude und Mut nach weiteren, erhebenden Testmöglichkeiten suchen und Ihre Wirklichkeit dauerhaft verändern!