Archiv für: Juli 2010

28.07.10

Geschützter Raum in Hypnose

Wenn man den Menschen als energetisches Wesen einstufen und betrachten will,erscheint es logisch, dass sich die vorhandene(n) Energie(n) für irgendwelche Zwecke aufsplittern können.So kann sich z.B. Energie aufteilen, um komplexere Abläufe zu ermöglichen, einzelne und voneinander unabhängige Vorgänge gleichzeitig fördern oder gute und schlechte (=vorteilhafte oder belastende)Aktivitäten für unseren Körper veranlassen.

In der Psychologie wird deshalb schon länger davon ausgegangen, dass bestimmte Energien gebunden sein, sozusagen in psychischen Bereichen gefangen sein können. Daraus können regelrechte Energie - Defizite entstehen, die das Leben des Einzelnen offensichtlich deutlich beeinflussen können.Ein solches Ergebnis deutet für mich klar auf einen begrenzten Energievorrat hin, wie er in der Akupunktur auch behauptet wird.

Wie verhält es sich damit in der Hypnose? Folgt man auch hier dem Energiemodell, könnte dies schon während einer Induktion einen u.U. erheblichen Energievorteil für den Hypnotisierten mit sich bringen und Folgen auslösen. Nimmt man z.B. einen ängstlichen Menschen, der einen beträchtlichen Teil seiner Energie dafür verbraucht, seine Umwelt ständig nach Bedrohungen abzusuchen und sozusagen permanent in Alarmbereitschaft zu sein, und gestaltet eine angstfreie,vertrauenserweckende Situation, also einen wirklich "sicheren", geschützten Raum,in dem er in Hypnose gehen kann, muss dies spürbare, erkennbare, vielleicht befreiende Ergebnisse mit sich bringen. Wenigstens während der Hypnose. Weil in dem geschützten, abschottenden Raum einer Hypnose die übliche Energiebindung aufgehoben und Harmonisierung zugelassen werden kann. Dies kann im Einzelfall auch genauso für gelenkte Fantasiereisen gelten. Da die Energieveränderungen nur überwiegend unbewusst wahrgenomen werden können, erinnern sich die Erlebenden später meist nur an die damit einhergehenden Gefühlsveränderungen.

13.07.10

Heute schon manipuliert?

Was ist Manipulation? Ist das überhaupt wünschenswert, erlaubt, legal? Fragen, die ich hier und jetzt mal nicht angehen möchte. Stattdessen möchte ich meine geschätzten Leserinnen und Leser hiermit einfach und direkt auffordern, einzelne Menschen ihrer Umgebung (Partner, Kinder, Freundin/Freund, liebe Kollegen ...) heute oder morgen bewusst zu "maninpulieren"! Damit meine ich selbstverständlich POSITIV manipulieren und vorzugsweise jemanden, den Sie kennen, mögen und der (oder die) im Moment eine kleine Aufmunterung gut gebrauchen kann (Letzteres können Sie dann besser beurteilen, wenn Sie die Person einigermaßen kennen). Dazu ein paar Gedanken, wie man m.E. dabei vorgehen könnte:

Überlegen Sie vorher genau, wobei Sie helfen wollen, wo der Schuh drückt, sozusagen. Fragen Sie sich dann, wie Sie das sprachlich fördern könnten, also so beeinflussen könnten, dass die betroffene Person neue Möglichkeiten erkennen oder finden kann. Beispiel: Jemand hat die letzten Vorstellungsgespräche vermasselt und Sie wissen, dass es ziemlich sicher an der inzwischen negativen Erwartungshaltung und an der damit verbundenen Aufgeregtheit gelegen hat. Hier könnten Sie Wunder bewirken, wenn Sie glaubhaft und so beiläufig und nebensächlich-unauffällig wie möglich einen Satz formulieren, der Ihre Einschätzung ausdrückt, dass diese Person vor dem letzten V.-Gespräch, trotz des Ergebnisses, viel zuversichtlicher und gelassener auf Sie gewirkt hat, als sonst. Um dann sogar eine Entwicklung dahin anzustoßen, könnten Sie sogar noch sowas hinzufügen, wie etwa, dass Sie glauben, dass Sie/Er inzwischen scheinbar immer besser mit solchen Gesprächen klarkommt.

Wie oben schon gesagt, sollte Ihre Intervention möglichst glaubhaft und ganz "unwichtig" wirken, nebensächlich. Dadurch taucht beim Gegenüber garnicht erst die Frage auf, ob das nun die Wahrheit ist, oder nicht. Warum sollten Sie bei solchen Kleinigkeiten lügen? Selbst, wenn da gewisse Zweifel bestehen bleiben, werden diese durch die Vorwegnahme eines an sich wünschenswerten Ergebnisses stark abgemildert und der Weg dafür geöffnet. Und, wer wird nicht gerne ein wenig gelobt, aufgewertet? Und, ich habe oft bestätigt bekommen, dass die zusätzlichen, vorteilhaften Veränderungen sehr vielfältig und weitreichend sein können, je nach Persönlichkeit. Ein Grund dafür ist sicher der, dass solche "guten" Manipulationen auf dankbaren und damit "fruchtbaren Boden" fallen. Allerdings: je verantwortungsvoller und liebevoller Sie so "manipulieren", desto besser gelingt es.  

11.07.10

Dementi oder "Zementi"?

Auch wenn ich selbst ehr dem Leitspruch "NO SPORTS" folge und mir dabei durchaus bewusst bin, wie unbewusst-riskant das bisweilen nach außen aussehen kann, verspüre doch ab und zu Interesse an wichtigen Sport-Großereignissen, -als mitschwitzender Zuschauer, versteht sich. So geschehen jetzt auch bei der Fussball-WM, bei der ich doch das eine oder andere Spiel angesehen habe.Weshalb ich auch noch "meinen Senf" dazugeben will? Interessant fand ich z.B. alle Äußerungen des deutschen Teams bezüglich des Spiels  gegen Spanien: demnach was ich mitbekommen habe, wurde immer wieder betont, dass man vor Spanien keine Angst oder etwa zu viel Respekt hätte. Mir kam es dann bei dem Spiel aber trotzdem ganz anders vor- für mich sah es so aus, als hätten unsere Spieler zu oft Informationen über die "gigantischen"  Fähigkeiten und Stärken der spanischen Mannschaft verkonsumiert und viel zu selten ihre eigene Besonderheit vor Augen und "im Bewusstsein" gehabt! Sicher muss man seinen Gegner gut kennen, aber noch viel wichtiger ist die intensive und häufige  Vergegenwärtigung der eigenen Stärken und Fähigkeiten vor so einem Kräftevergleich. Wenn der Focus anders gesetzt ist, sind die Chancen sicher auch anders, in diesem Falle wären sie dann besser ausgefallen, denke ich. So wurden  m.E. aus den Dementi ( wir haben keine Angst, keinen Respekt...) richtige " Zementi",- Angst und Über-Respekt wurden "einbetoniert".

09.07.10

Spiegelgeschiche 14: "The show must go on"

Frida-Maria ist 60 Jahre alt (gefühlt aber nur knapp 50) und eine echte Powerfrau. Was sie alles in ihrem Leben geleistet hat,ist schon sehr beachtlich:als Einzige aus ihrer Familie das Abitur,dann erst eine kaufmännische Lehre und schließlich ein Studium in BWL. Dabei machte sie ihren guten Abschluss in hochschwangerem Zustand und managte auch, so gut wie möglich, noch die entstehende, junge Familie und den Haushalt, um ihrem Partner für seine Karriere „den Rücken freizuhalten“. Ungefähr so, in diesem Sinne, engagierte sie sich über all die vielen, weiteren Jahre und war eigentlich immer die antreibende und erfolgverursachende Kraft.Und sie war immer gesund. Nur in den letzten zwei Jahren stimmte etwas nicht mit ihr, wie sie selber auch dem neuen Arzt sagte. Öfter kam es vor, dass sie völlig unerwartet gesundheitliche „Rückschläge“ erlebte, die jegliche Ordnung im Alltagsgeschehen in Gefahr brachten.Neben ihrem gewohnt vollen Tagesplan setzte sie deshalb ein  „ Zeichen“,wie sie sagte, indem sie zwei Mal  wöchentlich in den Fitnessclub um die Ecke ging und für die daraus entstehenden  Kontakte investierte sie gerne noch das eine oder andere „Stündchen“ zusätzlich. Aber seltsam, die Rückschläge wurden nicht weniger und manchmal überkam sie sogar eine seltsame Müdigkeit, dass sie tagsüber manchmal (für sie ein  Skandal) einfach so ins Bett hätte fallen können.Und deshalb fing sie an zu grübeln und zu grübeln und langsam wuchs in ihr der Verdacht und die Angst, dass sie wahrscheinlich etwas Ernstes haben müsste, eine schwere und schleichende Krankheit, die aber jetzt noch nicht feststellbar wäre!

Etwa in dieser Zeit erlebte sie mit, wie ihr zweiter Sohn, ein begeisterter Sportler und auf dem besten Weg nach Olympia (so hoffte er jedenfalls), eines Tages bei ihr anrief und überraschend fragte, ob er vorbeischauen dürfte. Sie spürte, das etwas passiert sein müsste und erwartete ihn etwas beunruhigt. Und dann erzählte er ihr, dass er auch diesmal die Qualifikation knapp verpasst hätte. Natürlich tröstete sie ihn ausgiebig und später sprachen sie noch über dies und das und nach einer Stunde war er wieder gegangen. Und erst am Abend kamen ihr von dieser Unterhaltung  einzelne Gesprächsfetzen wieder in den Sinn.Und ganz besonders ein Satz wiederholte sich in ihrem Denken immer wieder: der Sohn hatte von seinem Trainer die Absage mit den Worten begründet bekommen, das dieser Misserfolg nur eine Logik des Alters wäre und nichts mit seiner Motivation und seinem Einsatz zu tun hatte. Worte, die seltsamer Weise offensichtlich bei ihrem Sohn wie ein Trost gewirkt hatten, obwohl er sonst einigermaßen verwirrt auf sie wirkte.. - In dieser Nacht schlief Frida-Maria sehr unruhig und etwa gegen fünf Uhr schreckte sie plötzlich hoch und da wusste sie plötzlich: das Alter war es! Das war die Ursache für die gesundheitlichen Anfälligkeit und sie hatte es nicht erkannt oder verstanden !
Nicht verheimlicht werden soll hier, dass Frida – Maria inzwischen ziemlich darauf eingegangen ist, dass sie nicht mehr so leistungsfähig ist, wie noch zehn Jahre zuvor.Aber sie hat immer noch „Anpassungsprobleme“ und überanstrengt sich immer noch  bei passender Gelegenheit auf die eine oder andere Art-, aber sie ist „sensibilisiert“ und bemerkt deutlich früher, wenn sie auf dem „Holzweg“ ist., So sagt sie jedenfalls. Und verglichen mit Gleichaltrigen ist sie immer noch eine echte Powerfrau., die sich auch ganz gerne ab und zu von ihrem inzwischen informierten Mann ein wenig bremsen lässt.

02.07.10

Belastungen minimieren durch Ansage

Selbsterfüllende Prophezeihungen (= S. P. ) sind schon lange bekannt, werden m. E. aber immer noch viel zu wenig genutzt, obwohl sie im menschlichen Leben ganz natürlich und erstaunlich oft vorkommen. Ob man nun Befürchtungen äußert ( " Zu dem Termin werde ich wohl zu spät kommen") oder ganz erfreut einen Wunsch benennt ( " Und vielleicht schaffe ich nicht nur die Prüfung, sondern werde von den Dozenten noch sehr positiv bemerkt!?" ) - sie haben einen festen Platz in unserer Kommunikation, allerdings sind wir uns ihrer oft nicht bewusst.

Hier möchte ich die bewusstere Anwendung der S. P.s für einen besonderen Bereich empfehlen, wodurch man solche auch automatisch in seinem weiteren Leben leichter " entlarven" und zu mehr Lebensqualität kommen kann. Wenn ich aus meinen Informationen weiß, dass demnächst Belastungen auf mich zukommen und wenn ich diese Belastungen ziemlich genau beschreiben kann, dann kann ich darauf auch mit Hilfe von S. P.s versuchen einzuwirken. Es spielt dabei keine Rolle, ob es sich um geistige, seelische oder körperliche Belastungen oder um Mischformen dieser Bereiche handelt, was gewöhnlich am Häufigsten der Fall sein wird. Die Bereiche können z. B. privater, beruflicher, sportlicher oder sonstiger Natur sein, eigentlich kann man eine S. P. immer auf gleiche Weise einsetzen ( allerdings mit entsprechendem, jeweils sachlich passendem Inhalt ): fragen Sie sich zuerst, was Sie NICHT wollen und schreiben Sie das auf ein Blatt Papier // dann schreiben Sie auf, was Sie stattdessen WIRKLICH WOLLEN // daraufhin, wenn Sie das also wissen, fügen Sie dem, was Sie wollen, noch Worte hinzu, die für Sie mindestens Zuversicht ausdrücken, z. B. "ich weiß, das so ein Ergebnis von Menschen und deshalb auch von mir bewirkt werden kann" und bilden Sie daraus ein sinnvolles, sprachliches Ganzes // formulieren Sie alles so lange, bis es für Sie " stimmt" und schreiben Sie das alles, also die stimmige Formulierung, zum Schluss auf ein Extrablatt und sprechen Sie den Text dann häufig vor sich hin ( nicht nur denken) // und spätestens, wenn Sie eine innere " Umstimmung " bemerkt haben, ist das von Ihnen gewünschte Ergebnis auch sicher.

Ob Sie dieses Vorgehen einsetzen, bevor Sie unangenehme Medikamente nehmen, eine solche Untersuchung mitmachen müssen, eine Operation durchstehen sollen oder ihre Regeneration unterstützen wollen, ob Sie in eine Gerichtsverhandlung müssen oder einen neuen Arbeitsplatz antreten, ob Sie sich im Moment völlig hilf- und wehrlos oder schwach und wertlos fühlen,- es wirkt spürbar. Nur Mut!! Achten Sie also unbedingt in diesem Zusammenhang auch immer darauf, dass Ihr Ziel ganz klar das von Ihnen gewünschte ENDERGEBNIS ist und das Sie bei diesem Ziel wirklich NUR ANGENEHME, positive GEFÜHLE haben.  

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