Archiv für: November 2010, 08

08.11.10

Was will ich anerkennen? (1)

Viele Untersuchungen und Erfahrungen (auch aus der Hypnose) haben ergeben, dass unser Gehirn nicht unterscheidet zwischen "Realität" und innerer Vorstellung. Das heißt faktisch, dass wir Menschen eigentlich die freie Wahl haben, auf welche der beiden Bereiche wir uns, von Fall zu Fall, mit unserer Aufmerksamkeit ausrichten wollen. Diese Freiheit wird von uns allerdings selten erkannt und noch weniger genutzt und wenn doch, dann oft aus einer besonderen Situation heraus und weitgehend unbewusst. Durch diese Umstände erkennen wir statt dessen so nebenbei das als Realität an, was nun mal als "greifbare Wirklichkeit" da ist und versuchen uns durch Anpassung an diese Realität heil durchzubringen. Wie gesagt, unser Gehirn wundert sich dabei vielleicht, warum wir diesem Bereich für und mit unsere(r)  Aufmerksamkeit den Vorzug einräumen. Nun kann man natürlich entgegen-halten, dass man die Realität unmöglich einfach wegdenken kann. Aus eigener Erfahrung und aus Berichten und Erzählungen Anderer weiss ich, dass sehr wohl an dieser Realität immer "gerüttelt" werden kann. Nehmen wir erst mal die typische Situation der nackten Not: Ein Mann erzählte mir, dass er einmal finanziell extrem in der Klemme war und deshalb sehr glücklich war, dass er im letzten Moment einen 1-Tages-Beratungsauftrag bekam. Alles passte, der Auftrag wurde zur vollsten Zufriedenheit aller Beteiligten durchgeführt und der Berater durfte sofort seine Rechnung ausstellen. Aber- dann ließ der Auftraggeber durchblicken, dass er erst NACH SEINEM 4-WOCHENURLAUB überweisen würde, dann aber sofort. Statt jetzt alle Hoffnung zu verlieren, versuchte der Berater instinktiv, Zeit zu gewinnen (er verwickelte den Auftraggeber in ein längeres Gespräch über Dies und Das) und stellte sich innerlich immer wieder vor,dass er nur eine einzige Lösung akzeptieren wollte, dass er sich letztlich mit einem Bar-Scheck in der Hand vom Auftraggeber verabschieden würde. Obwohl der Auftraggeber soeben noch mehrfach betonte, er wolle auf keinen Fall sofort zahlen, nahm das Gespräch doch nach etwa 20 Minuten den Verlauf, dass der Auftraggeber plötzlich und abrupt fragte, wie hoch denn der Scheck ausgestellt werden müsse, schrieb ihn aus und die Beiden verabschiedeten sich. Nachdem der Berater das Geld bei der Bank abgeholt hatte, rief ihn der Scheckaussteller an und fragte ihn geradeheraus, was er mit ihm gemacht hätte, denn eigentlich hätte er den Scheck doch auf jeden Fall erst viel später ausstellen wollen.--Gibt es im Moment irgendwas, was Sie, liebe Leserin, lieber Leser, anders haben wollen? Wie sähe dann Ihr Wunschergebnis aus, wie wären die Umstände, wenn alles so käme, wie von Ihnen herbeigesehnt? Stellen Sie es sich immer wieder vor und fühlen Sie sich immer wieder da rein (!) dann hat diese Vision eine hohe Wahrscheinlichkeit, sich zu verwirklichen!  

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